Alison Gapnik, Andrew Meltzoff, Patricia Kuhl: Forschergeist in Windeln

In diesem Buch geht es um die gigantischen Entwicklungs- und Lernleistungen von Babys und Kleinkindern. Diese werden zurückgeführt auf die systematische Untersuchung der Umgebung mit der sich die Kleinen Tag aus Tag ein beschäftigen.

Die Faszination, mit der die AutorInnen (alle drei EntwicklungspsychologInnen) ihrer Arbeit mit den Kindern nachgehen wird über die Beschreibung deutlich.

Die Babys und die ForscherInnen eint der Wille, die Welt zu verstehen. Die Babys versuchen herauszufinden, wie die Welt funktioniert, während die Forscher versuchen herauszufinden, wie die Babys sich das Wissen über die Welt aneignen.

Der Vergleich von Babys und Kleinkindern mit ForscherInnen, was die Entdeckung der Welt und die Systematik in der Vorgehensweise anbelangt ist interessant und spannend. Ein anderer in diesem Buch oft verwendeter Vergleich zwischen dem Gehirn und den Computern ist dagegen nur die schlichte Weiterführung der mechanischen Analogien von Gehirn und Uhrwerk bzw. Schaltkreis und genauso begrenzt, wie diese.

Der zweite Teil des Buches ist leider überwiegend eine Wiederholung des ersten Teiles und bringt kaum neue Erkenntnisse und ist somit auch etwas langatmig.

Dennoch handelt es sich bei dem Buch um einen faszinierenden Einblick in die Sichtweise von Babys und Kleinkindern auf die Welt.

Alison Gopnik, Andrew Meltzoff, Patricia Kuhl (2006, 5.Auflage): Forschergeist in Windeln. Wie Ihr Kind die Welt begreift. München: Piper Verlag.
ISBN: 3-492-23538-7

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Zeit – der Stoff aus dem das Leben ist

Das Buch von Stefan Klein, der Autor von dem Bestseller „Die Glücksformel“ besticht in den ersten Teilen über eine schöne Sprache und manche Weisheit über das Erleben von Zeit.

Hier ein paar Kostproben:

„Zeitnot macht kurzsichtig für die Zukunft (S. 11). Und auch die Zeit sollte uns eine Freundin sein (S. 15). Dass wir die Kunst des Multitasking beherrschen, ist nur eine der vielen Illusionen, die das Gehirn uns zurechtzimmert (S. 194).“

Außerdem handelt es sich um ein Buch, das sich zwischen den ganzen Büchern zum Zeitmanagement erfreulich hervorhebt. Auch wenn Stefan Klein uns am Schluss einige Tipps gibt für einen anderen Umgang mit der Zeit, so geht es ihm um eine andere Kultur der Zeit. Also nicht darum, möglichst viele Termine möglichst effektiv in eine Liste, einen Terminkalender zu packen, um uns dann doch nicht daran zu halten.

Zeit ist neben dem was wir immer genauer mit Atomuhren messen können eben noch viel mehr.

Der Autor beschreibt z.B. eine Körperzeit, einen Rhythmus, den uns unser Körper vorgibt, und an den wir uns auch möglichst halten sollten, wenn wir einen befriedigenden Umgang mit unserer Zeit anstreben.

Darüber hinaus gibt es noch das Empfinden von Zeit.
Hier beschreibt der Autor den Unterschied zwischen „totgeschlagener“ Zeit und gelebter Zeit.

Die eine kann zwar kurzlebig vor dem Fernseher oder mit Computerspielen verbracht werden, bleibt jedoch ohne Erinnerung. Häufig hinterlässt sie nur ein schales Gefühl der Leere.

Ganz anders intensiv erlebte Zeiten, die wir als gelebtes Leben in Erinnerung behalten.

Wollen wir am Ende unseres Lebens oder nur am Abend eines jeden Tages lieber auf einen Berg von abgearbeiteten Listen blicken und uns fragen, wo unsere Zeit geblieben ist. Oder blicken wir lieber auf einen erfüllten Tag (oder ein Leben) zurück, welcher (welches) mit Erinnerungen angefüllt ist.

Stefan Klein zeigt in seinem Buch, dass wir hierzu viel selber beitragen können, z.B. indem wir uns auf das, was wir machen fokussieren, möglichst viel von dem tun, was uns auch motiviert und uns Zeiten der Muße gönnen.

Abschließen möchte ich noch mal mit drei Zitaten über die es sich sicher lohnt länger und mit Muße nachzudenken:

„Wir sind nicht gestresst weil wir keine Zeit haben. Sondern wir haben keine Zeit weil wir gestresst sind (S. 212). Der größte Teil des alltäglichen Gehetzt seins ergibt sich schlicht daraus, dass wir nicht bereit sind auf etwas zu verzichten (S. 237). Doch in welchem Tempo die Zeit für uns verrinnt, haben wir sehr wohl in der Hand (S. 284).“

Klein, Stefan (2006): Zeit – der Stoff aus dem das Leben ist. Eine Gebrauchsanleitung. Frankfurt am Main: Fischer Verlag.
ISBN: 3-10-039610-3

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Entwicklungspsychologische Beratung

Es ist ein neuer Bereich, die Entwicklungspsychologische Beratung hinzugekommen.

Ausgangspunkt war der Wunsch, in der psychotherapeutischen Tätigkeit mit Erwachsenen auf ein fundiertes Wissen der frühen Kindheit zurückgreifen zu können. Häufig haben Symptome und Lebensthemen unserer KlientInnen ihre Wurzeln in sehr frühen Erfahrungen.

Die grössere Hinwendung zum Thema Frühkindheit mündete in einer Weiterbildung zur Entwicklungspsychologischen Beraterin von Susanne. Diese Weiterbildung bereichert die psychotherapeutische Arbeit mit Erwachsenen enorm.

Zusätzlich bieten wir seit Herbst 2006 Entwicklungspsychologische Beratung für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern an.

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Psychotherapie, Supervision, Weiterbildung

Nach der Gründungsphase, in der wir viel Zeit und Energie in den Aufbau gesteckt haben, konzentrieren wir uns jetzt auf eine Vertiefung unserer Arbeit. Es ist uns wichtig, die Qualität unserer Angebote weiterzuentwickeln.

PSYCHOTHERAPIE

In der Psychotherapie haben wir unsere Vorgehensweise systematisiert. Am Beginn einer Therapie bedeutet diese Systematisierung, dass wir eine umfassende, theoriegeleitete und strukturierte Diagnostik und Therapieplanung machen.

Dabei verfolgen wir zwei Ziele:

Zum einen ist eine gute Diagnostik Voraussetzung für eine effektive Behandlung. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass positive Entwicklungen schneller in Gang kommen, wenn wir ausreichend Zeit darauf verwenden, das Anliegen unserer KundInnen mit ihren lebensgeschichtlichen Wurzeln und den aktuellen Lebenszusammenhängen genau zu verstehen.

Zum anderen ist es uns wichtig, unseren KundInnen die Zusammenhänge, die auf Grund der Diagnostik deutlich werden, transparent zu machen. Dies verringert das Machtgefälle zwischen Therapeutin und KlientIn. Auf dieser Basis arbeiten unsere KlientInnen als ExpertInnen für ihr Leben mit uns als Expertinnen für den Therapieprozess zusammen.

SUPERVISION

Im Bereich Supervision konzentrieren wir uns zur Zeit auf den sozialen Bereich und haben inzwischen Erfahrungen in der Supervision von Kinderbetreuungseinrichtungen, Kinderheimen, Beratungsstellen, logopädische Praxen, Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäuser. Darüber hinaus begleiten wir Auszubildende in psychosozialen Berufen supervisorisch.
Somit konnten wir unsere Feldkompetenz – auch was die spezifisch luxemburgische Situation anbelangt – festigen und erweitern.

WEITERBILDUNG

Im Bereich Weiterbildung profitieren wir und unsere KundInnen zunehmend davon, dass wir vermehrt gemeinsam arbeiten und einige Veranstaltungen zusammen anbieten (siehe Ankündigungen und Berichte aus der Praxis). So können wir unsere unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungshintergründe nutzen.

Unsere Erfahrung zeigt uns, dass die Angebote qualitativ hochwertiger werden, was unseren Kunden zugute kommt. Uns macht es viel Freude, gemeinsam zu arbeiten.

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Fachvortrag über Trauma und Bindung, am 12.12.2006 im Foyer Paula Bové

Wir haben uns darüber gefreut, dass wir vom Foyer Hotel Maternel (Wohngruppe für jugendliche Mütter und ihre Kinder) zu diesem Thema als Referentinnen eingeladen wurden.

Trauma ist für uns beide schon lange ein Thema, das uns sehr interessiert und berührt. Wir haben beide viel und unterschiedliche Erfahrungen dazu.

Traumata sind meist Verletzungen in einer engen und nahen Beziehung. Sie haben oft dramatische Auswirkungen auf die Fähigkeit, enge und nahe Beziehungen positiv zu gestalten. Genau dies müssen Mütter jedoch können, um der Entwicklung des Kindes förderlich zu sein. Traumatisierung der Mutter kann somit zu massiven Störungen sowohl im Verhalten als auch in der emotionalen und kognitiven Entwicklung des Kindes führen.

Um dies zu verhindern ist ein doppelter Ansatz nötig: Die traumatisierte Frau braucht Unterstützung um das Erlebte verarbeiten zu können. Daneben braucht sie als Mutter Unterstützung, um die Beziehung zu ihrem Kind auf eine positive Grundlage zu stellen. Hier ist z.B. Entwicklungspsychologische Beratung, die sehr früh ansetzen kann, hilfreich.

In dem Vortrag (. . . PowerPoint-Präsentation) haben wir im ersten Teil die wesentlichen Aspekte der Psychotraumatologie zusammengefasst. Im zweiten Teil ging es um aktuelle Erkenntnisse der Säuglings- und Bindungsforschung. Die Auswirkungen mütterlicher Traumatisierung auf die Mutter-Kind-Beziehung haben wir im dritten Teil dargestellt. Zum Schluss haben wir Möglichkeiten der Intervention aufgezeigt.

Wenn Trauma und Bindung auch in Ihrem Arbeitskontext wichtige Themen sind, dann können Sie uns gerne einladen.

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Vortrag: Seelenschatten – wenn Depression das Leben bestimmt

Sehr viele Menschen sind von Depression betroffen. 15 – 17% der Bevölkerung erkrankt im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Die Altersdepression ist die häufigste psychische Erkrankung bei über 65jährigen .

Das seelische Leiden von Betroffenen ist gross und schwer zu beschreiben.

Damit für Sie nachvollziehbar wird, was depressiv Erkrankte erleben, möchten wir Ihnen einige Ausschnitte aus einem Film zeigen. Der Film erforscht dunkle Seiten der menschlichen Seele und die verschiedenen Aspekte der Depression. Er weckt Verständnis für Menschen, die durch ihre psychische Krankheit nach wie vor stigmatisiert sind.

Ergänzend informieren wir Sie durch einen Kurzvortrag über das Krankheitsbild der Depression.

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Vortrag: Wenn das Leben ängstigt

Das 20. Jahrhundert wurde von manchen Publizisten das Jahrhundert der Angst genannt.

Angst begleitet uns durch das ganze Leben, ist ein uns allen vertrautes Gefühl. Doch bei vielen Menschen wird die Angst so groß oder so dauerhaft, dass sie unter ihr leiden.

Jeder/jede 7. entwickelt im Laufe des Lebens eine Angststörung. Angst- und Panikstörungen sind bei Frauen die häufigste, bei Männern (nach Alkoholmissbrauch) die zweithäufigste psychische Störung.

Eine Angststörung – was ist das überhaupt? Angst hat viele Gesichter. Sie geht oft einher mit chronischer Anspannung, zunehmender Angst vor der Angst, Niedergeschlagenheit, Vermeidung angstauslösender Situationen und Rückzug aus sozialen Beziehungen.

Für Nicht-Betroffene ist es oft schwer nachzuvollziehen, was mit den Betroffenen passiert. Für Betroffene ist es oft schwer, eine adäquate Hilfe zu erhalten. Die Mehrzahl der an Angst erkrankten wird über 4 bis 10 Jahre nicht adäquat diagnostiziert und behandelt. Im Durchschnitt vergehen 7 Jahre bis die Angsterkrankung als solche erkannt wird. Dabei gibt es gute Methoden der Behandlung.

Mit diesem Vortrag incl. einem Filmbeitrag wollen wir über das Krankheitsbild der Angst informieren.

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Warum lachen wir über Clowns

Clowns scheitern an den alltäglichen Dingen des Lebens. Dabei ist das Scheitern Programm. Deswegen darf man einem Clown auch nie seine Krise klauen. Oder anders ausgedrückt: Helfe nie dem Clown vom Stuhl!

Manchmal erkennen wir im Clown uns selber und über diese archetypische Figur können wir lachen und uns von unseren (meist) selbstgebauten Krisen distanzieren. Der Clown vergrössert und bietet uns einen Spiegel. Er zeigt uns mit wie viel Ausdauer und Aufwand wir unsere Krisen bauen und pflegen und er zeigt uns, dass Humor und Selbsterkenntnis dabei helfen, die Krisen zu durchschreiten.

Dass Lachen gesund ist, ist ja inzwischen hinlänglich bekannt. Die hohe Kunst des Lachens ist aber nicht die, über Dritte zu lachen sondern über sich selber.

Wir glauben, dass darin eine grosse Kraft liegt. Um diese auch in unserer beruflichen Tätigkeit nutzen zu können, wird Karin 2007 eine einjährige Ausbildung zum Thema Clown und Kommunikation an der Schule für Clowns in Mainz absolvieren.

Ein Beispiel für die hohe Kunst des Scheiterns aus dem Buch Forschergeist in Windeln (siehe Buchtips):

„Eines Tages kehrte Alison in einem Zustand der Verzweiflung aus dem Institut zurück, der berufstätigen Eltern wohl vertraut sein wird. Sie hatte erkannt, dass sie eine unfähige Forscherin war (eine ihrer Arbeiten war von einer Fachzeitschrift abgelehnt worden) und eine schlechte Lehrerin (ein Student hatte sich wegen einer Note beschwert). Und jetzt entdeckte sie noch, dass sie eine Rabenmutter war (die Hähnchenschenkel fürs Abendessen waren noch eingefroren). Wie jede richtig starke, zähe, berufstätige Frau in einer solchen Lage setzte sie sich auf`s Sofa und brach in Tränen aus. Ihr Sohn, damals nicht ganz zwei Jahre alt, blickte besorgt drein, dachte kurz nach und lief dann ins Badezimmer. Er kam mit einer grossen Packung Heftpflaster zurück und machte sich daran, Alison über und über damit zu bekleben: Hier handelte es sich eindeutig um eine Verletzung, bei der jede Menge Pflaster angesagt war. Wie viele Therapeuten irrte er sich in der Diagnose, aber seine Behandlung war äusserst effektiv. Alison hörte auf zu weinen.“
(S. 57)

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Fussreflexzonenmassage

Im Dezember 2006 hat unsere Freundin Monique Matthieu in Larochette ihre (wunderschöne) Praxis eröffnet. Sie verwöhnt, stärkt und behandelt ihre KlientInnen mit Fussreflexzonenmassage. Wir freuen uns für Monique und wünschen ihr viel Erfolg.

Als Psychotherapeutinnen wissen wir, wie wichtig es ist, gut geerdet zu sein, auf eigenen Füssen zu stehen, eigene Wege zu gehen … und arbeiten zu diesem Ziel mit (körper)psychotherapeutischen Methoden. Moniques Angebot kann diesen Prozess auf einer anderen Ebene unterstützen.

Wir freuen uns darauf, mit ihr zukünftig zu kooperieren. Ab und an werden wir uns und unsere Füsse auch selber von Monique verwöhnen lassen- auch mal einfach so zur Entspannung.

Gut geerdet – weniger gefährdet mit Fußreflexzonenmassage
das ist das Motto von Monique Mathieu.

Dazu steht sie:“Meine Arbeit macht mir Freude, da ich sehe was ich bei meinen KlientInnen bewirken kann. Ein Wiederfinden zu sich selbst- sich in sich selbst wohl fühlen, seinen eigenen Körper wieder wahr nehmen. Auf eigenen Füssen stehen.“ Zudem berichtet Monique noch von weiteren positiven Wirkungen: „ Fussreflexzonenmassage ist erkrankungsvorbeugend, Abwehrkräfte steigernd, Stresslindernd, seelisches Gleichgewicht herstellend, Konzentrationssteigernd, vitalisierend, entgiftungs- und verdauungsfördernd.“

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