Konzept für Supervision in Kinderbetreuungseinrichtungen

Neu ist, dass wir unsere unterschiedlichen Kompetenzen und die gemeinsame Freude an supervisorischem Arbeiten gezielt nutzen.

Begonnen haben wir mit der Entwicklung eines spezifischen Supervisionskonzeptes für Kinderbetreuungseinrichtungen.

Unsere gesellschaftliche Struktur bedingt, dass Kinder heute häufig vom Säuglingsalter an viel Zeit in ausserfamiliärer Betreuung verbringen. Dies stellt eine pädagogische Herausforderung dar.

Um den kindlichen Bedürfnissen nach Bindung, Anregung und Freiräumen gerecht zu werden, braucht es tragfähige Konzepte, einen guten Betreuungsschlüssel, pädagogisches Fachwissen und eine Handvoll pädagogische Kreativität im Alltag.

… und natürlich die Liebe zum Kind.

Die Liebe zum Kind ist in den Einrichtungen meist in einem hohen Ausmass vorhanden, ebenso die pädagogische Kompetenz. Eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels und eine Verkleinerung der Gruppen, vor allem bei den unter 3jährigen muss von den politischen Verantwortlichen eingefordert werden.

> Anforderungen an eine kindgerechte Betreuung . . .

Für die (Weiter-)Entwicklung tragfähiger Konzepte und die Reflektion des konkreten pädagogischen Handelns bieten wir Supervision an .

Weil uns Kinder genauso am Herzen liegen, wie Ihnen!

Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie, der Säuglingsforschung, der Erziehungspsychologie und der Bindungsforschung sind in der Fallsupervision handlungsleitend für uns.

Auf der Seite „Supervision in der Kinderbetreuung“ finden sie unser Gesamtkonzept für die Supervision in Kinderbetreuungseinrichtungen:

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Foyer de Jour Butzenhaus, Rollingen/Mersch

Seit Januar 2006 begleite und unterstütze ich (Susanne Stroppel)die MitarbeiterInnen der Kinderbetreuungseinrichtung « Butzenhaus » als Supervisorin.

Das Butzenhaus ist ein Foyer de Jour. Es betreut Kinder von 0-8 Jahren. Diese sind nach Alter in 4 Gruppen eingeteilt: 0 – 18 Monate, 18 Monate bis 3 Jahre, 3-4 Jahre und 4-8 Jahre.

Mein Auftrag ist schwerpunktmässig Fallsupervision mit den einzelnen Unterteams. Um ein besseres Bild von dem Alltag der Gruppen zu bekommen, habe ich zusätzlich die Möglichkeit, die Gruppen für ein bis zwei Stunden zu besuchen. Damit gewähren mir die Erzieherinnen einen unmittelbaren Einblick in ihre Arbeitsweise. Die Bereitschaft dazu, basierend auf dem Wunsch, den Bedürfnissen der ihnen anvertrauten Kinder noch mehr gerecht zu werden, hat mich sehr beeindruckt. Dieses Bemühen, ein Kind wirklich zu verstehen und ihm gerecht zu werden, prägt auch die engagierte Atmosphäre in den jeweiligen Fallsupervisionen. Es macht mir viel Freude, gemeinsam mit den Erzieherinnen das auffällige Verhalten eines Kindes vor dem Hintergrund seiner familären Situation, seinem Entwicklungsstand und seiner Situation in der Gruppe zu verstehen und individuelle Lösungen für ein hilfreiches pädagogisches Handeln zu entwickeln.

Da mir der Blick der Einrichtungen auf Supervision wichtig ist, habe ich Luc Jemming, dem Leiter des Butzenhauses die Frage gestellt „Was bedeutet Supervision für euch und wie profitiert ihr davon?“.
Hier seine Antwort:

„Eigentlich müsste eine regelmäßige Fallsupervision, eine pädagogische Unterstützung der Erzieherinnen im Kindergarten zur alltäglichen « Ausstattung » gehören.

Dies ist aber des Öfteren nicht der Fall. Die Erzieherinnen sowie die Direktionsbeauftragten sind sich selbst überlassen. Den Alltag bekommen sie relativ problemlos gemeistert; die meisten von ihnen sind diplomierte Erzieher/innen oder Pädagog/innen.

Im Butzenhaus haben wir in den letzten 4-5 Jahren verstärkt Kinder aus sogenannten sozial schwachen Familien aufgenommen. Ausserdem haben wir nur noch 20% luxemburgische Kinder in unserer Kita.

Die Eltern der Kinder stehen oft, bedingt durch ihre soziale Situation, unter Druck. Die Kinder bekommen diesen Druck zu spüren und haben gewisse Schwierigkeiten, ihn angemessen zu verarbeiten. Wir stellen fest, dass immer mehr Kinder immer weniger ein Zuhause mit Ritualen und geregelten Abläufen haben. Häufig werden sie auch wenig mit klaren Grenzen konfrontiert. Beides brauchen Kinder jedoch, um ihre Selbstsicherheit und ihr Selbstvertrauen aufzubauen. In der Kita sorgen wir für die Etabilierung von Ritualen und Traditionen. Wichtig ist es uns auch, klare Grenzen zu definieren. Stellen wir bei verschiedenen Kindern einen Mangel an Selbstvertrauen, Unsicherheit und Unwohlsein fest, dann wissen wir oft nicht, als wie problematisch dieses Verhalten eingestuft werden muss und wie wir darauf reagieren sollen.

Hier bringt sich unsere Supervisorin als Expertin ein. Sie filtert durch Beobachtung der Gruppe und durch genaues Zuhören der Erzieherinnen heraus, wo das Kind steht und welche Art von Unterstützung es braucht.

Ist in schwierigen Situationen ein Elterngespräch notwendig, bereitet sie dieses mit uns vor.

Es ist als Erzieher/in wichtig, Beobachtungen über die Kinder zu machen, diese mitzuteilen und mit Hilfe eines professionellen Außenstehenden zu reflektieren. Susanne hilft uns, neue Pisten zu finden, neue Hypothesen aufzustellen und sie zeigt uns auch, wie wir diese auf ihre Richtigkeit prüfen können. Sie erlaubt uns, unsere Phantasien auszusprechen, welche das Verhalten verschiedener Kinder erklären könnte. Es ist wichtig, dass wir unsere Phantasien in Worte fassen können.

Es kommt auch vor, dass wir mit einem bestimmten Kind oder einer bestimmten Familie weniger gut zurechtkommen. Für die Erzieher/innen ist es interessant, dies in Worte zu fassen und sich mit Kolleg/innen und der Supervisorin darüber auszutauschen. Dies verlangt ein grosses Vertrauen im Team aber auch gegenüber der Supervisorin. Durch die Schweigepflicht wird hierfür ein sicherer Rahmen geschaffen.

In unseren Baby bzw. Kleinkindergruppen hat sie uns auf verschiedene Mängel hingewiesen. Verschiedene dieser Mängel sind infrastruktureller Natur und können insofern weder kurz- noch mittelfristig geändert werden z.B. Raumaufteilung und Personalschlüssel. Andere Veränderungen, die zum Wohlbefinden der einzelnen Kinder und der ganzen Gruppe beitragen, setzen wir um, z.B. eine andere Raumgestaltung, eine verbesserte Eingewöhnungsphase der Kinder…“

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Foyer Scolaire Kuebekëscht, Wasserbillig

Die Kuebekëscht begleite ich (Karin Weyer) schon seit 2005 supervisorisch. Diese Einrichtung habe ich bei der Erarbeitung eines Konzeptes unterstützt.

Das Konzept diente dazu, die pädagogische Arbeit zu reflektieren und sich über die unterschiedlichen Interessen von Eltern, Träger, öffentliche Stellen, Erzieherinnen und Kinder klar zu werden. Auf dieser Basis können die Erzieherinnen nun klarer Position beziehen.

Das Konzept beinhaltet die organisatorischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen, die Zielsetzung und das pädagogische Vorgehen. So hat die Arbeit der Erzieherinnen einen klareren Rahmen bekommen.

Auf der Basis dieses Konzeptes finden nun regelmässig Fall-, Team- und Leitungssupervisionen statt.

Die Einrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass es einen äusserst sorgsamen Umgang mit den vielen Wechsel beim Personal gibt (bedingt durch Schwangerschafts- und Elternurlaube sowie deren Vertretung). Es gelingt den Mitarbeiterinnen vorbildlich, die Kolleginnen, die im Mutterschutz oder Elternurlaub sind, im Team und bei den Kindern lebendig zu halten. So ist es möglich, trotz vieler Wechsel, eine Kontinuität aufrecht zu erhalten. Für die Kinder halte ich das für besonders wichtig, da diese so die Erfahrung machen können, dass die Wertschätzung einer Person nicht von ihrer physischen Präsenz abhängt. Hier wird niemand vergessen, das ist die Botschaft.

Da mir der Blick der Einrichtungen auf Supervision wichtig ist, habe ich die Leiterin und die stellvertretende Leiterin der Kuebekëscht gefragt warum ihnen Supervision in der erzieherischen Praxis wichtig ist. Hier ihre Antwort:

„Die Supervision ist ein elementares Element zur Qualitätssicherung der erzieherischen Arbeit, welche im „Centre Scolaire Kuebekëscht“ geleistet wird.

Unter professioneller Leitung reflektieren und überprüfen die sozialpädagogischen Fachkräfte alle zwei Monate ihre praktische Arbeit.

Die Supervision bietet den Erzieherinnen eine professionelle Begleitung bei der Lösung von Problemen, sowie fundierte Beratung beim Treffen von schwierigen Entscheidungen.
Der intensive Austausch von Erfahrungen, Ansichten, Wünschen und Überlegungen lässt das Erzieherteam „zusammenwachsen“.
Die Vielfalt und die Qualität der pädagogischen Praxis wird gemeinsam in einem eigens hierfür geschaffenen Rahmen analysiert und verdeutlicht.

Die Supervision ist eine wichtige Unterstützung der Führungskräfte des „Centre Scolaire Kuebekëscht“, da Divergenzen unter den Erziehern anhand des objektiven und unparteiischen Coachings mit der Supervisorin geklärt werden können.“

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Foyer du Jour Spatzennascht, Wasserbillig

Der Foyer du Jour Spatzennascht wird seit Oktober 2006 von mir (Karin Weyer) supervisorisch begleitet.

Auch hier steht bis Sommer 2007 die Arbeit am Konzept im Vordergrund. Parallel dazu finden aber auch Fall- und Teamsupervisionen statt.

Diese Einrichtung zeichnet sich durch einen Führungsstil aus, der viel Freiraum für Entwicklungen und Entfaltungen der Mitarbeiterinnen lässt.

Hierzu wird in einem der ersten Schritte vom Leitungsteam ein eigenes Leitungsleitbild erarbeitet. Dabei geht es darum, sich der eignen Bilder von Leitung bewusst zu werden. Nach einer Reflexion und ggf. Veränderung der Leitungsvorstellungen werden sie dem Team gegenüber transparent gemacht. Somit sind sie auch einforderbar.

Für mich als Supervisorin besteht hier die spannende Herausforderung darin, eine nicht klassische Form der Leitung zu unterstützen. Dabei ist es mir wichtig, gemeinsam mit dem Leitungsteam die Stärken ihrer Herangehensweise herauszuarbeiten und Entwicklungen anzustoßen. Hilfreich ist mir dabei, andere Formen von Führung (u.a. Selbstverwaltung) erlebt zu haben. Außerdem habe ich im letzten Jahr eine Einrichtung begleitet, einen klassischen Top-Down Führungsansatz zu Gunsten eines Teamführungsansatz aufzugeben (vgl hierzu auch die Buchrezension zu Musterbrecher von Wüthrich et al.).

Ich habe die Leiterin Nicole Ries und die stellvertretende Leitung Désirée Meyer gefragt was für sie an der Supervision wichtig ist und was Supervision ihnen bringt.

Hier die Antwort: „Vorrangiges Ziel ist es, mit Frau Weyer ein Konzept für unsere Tagesstätte auszuarbeiten und dass uns zugleich eine dritte unabhängige Person zur Verfügung steht, die uns bei der Bearbeitung und Lösung von Problemen mit Kindern und innerhalb der Teams weiterhilft.

Die verschiedenen Supervisionsstunden wurden sehr abwechslungsreich anhand verschiedener Methoden, wie beispielsweise Phantasiegeschichten, Rollenspiele, Diskussionsrunden, Fragebögen, usw. gestaltet. Innerhalb des Teams wurde sehr viel aktiv diskutiert um so gemeinsam zu einer Linie zu gelangen, nach der sich unser Konzept orientieren soll.

Die Supervision hat uns bis jetzt folgendes gebracht:

• Die gemeinsame Reflexion im Team zu bestimmten Themen hilft uns, professioneller als Erzieherinnen zu arbeiten und uns unserer Rolle als Erzieherinnen bewusster zu werden. Die Effektivität unserer Zusammenarbeit wird so erhöht. Dies steigert wiederum die Qualität unserer Arbeit.

• Aktuelle Konflikte und Probleme können anhand einer dritten außenstehenden Person analysiert werden und durch Beratung können neue Lösungswege gefunden werden. Karin Weyer begibt sich mit uns zusammen auf die Suche nach Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten für anstehende Fragen.

• Die Supervision hilft bei der internen Kommunikation über Rollen und Funktionen hinweg.

• Sie unterstützt Zielvereinbarungen und -verständigung.“

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Fortbildung für Fachkräfte in Kinderbetreuungseinrichtungen

FORTBILDUNGSMODULE FÜR FACHKRÄFTE IN KINDERTAGESSTÄTTEN, CLUB AKTIV E.V., TRIER

Im Rahmen eines Forbildungsprogrammes des Club Aktiv e.V. in Trier bieten auch wir Fortbildung für Fachkräfte der Kinderbetreuung an.

Der Club Aktiv e.V. ist eine Interessensvertretung behinderter und nichtbehinderter Menschen und setzt sich für Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen ein.

Der Club Aktiv e.V. ist selbst Träger einer integrativen Kindertagesstätte, in der behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam spielen, lernen und gefördert werden. So hat er die Erfahrung, wie integrative Elemente slebstverständlicher Teil der täglichen pädagogischen Arbeit werden.

Dem trägt auch das Weiterbildungsprogramm Rechnung: Die Themen sind nicht speziell auf Behinderung zugeschnitten, sondern für alle pädagogischen Einrichtungen, die mit Kindern arbeiten, interessant. In jedem der angebotenen Kurse wird der Gedanke, dass grundsätzlich behinderte Kinder das Recht haben, die Einrichtung ihrer Wahl, -also auch eine Regeleinrichtung-, zu besuchen und dort gleichberechtigt integriert zu werden, mitgedacht und fliesst in die Kursinhalte ein.

Informationen zu den Teilnahmebedingungen erhalten sie bei:

Ulrike Baumann
Schützenstrasse 20
54295 Trier
Tel. +49-651-97859-149
E-Mail: baumann@clubaktiv.de
www.clubaktiv.de

Bei Fragen zum Inhalt können Sie sich gerne an uns wenden.

FORTBILDUNGSANGEBOT DER ENTENTE DES FOYERS DE JOUR ASBL

Die Entente des Foyers de Jour organisiert Weiterbildungen speziell für das Personal der Einrichtungen der Kindertagesbetreuung.

Das Programmheft bietet ein breites Spektrum an Themen.
Kurssprache ist deutsch, luxemburgisch oder französisch.

Wir bieten schon seit einigen Jahren Kurse über die Entente an.
In diesem Zusammenhang herzlichen Dank an Astrid Sigl und ihre Kolleginnen für die gute Zusammenarbeit. Wir schätzen die Organisation der Entente des Foyers de Jour sehr, die unsere Arbeit mit den Teilnehmer/innen erst ermöglicht.

Kontaktadresse:
Entente des Foyers de Jour asbl
Formation Continue
5, rue Genistre
L-1623 Luxembourg
Tel.: 00352-460808350

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Interkulturelle Kompetenz ist mehr als Toleranz

Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft. Das birgt Chancen und Risiken. Oft wird die Vielfalt an kulturellen Hintergründen im pädagogischen Alltag nicht berücksichtigt. Das kann zu Diskriminierung beitragen. I

nterkulturelle Kompetenz bedeutet das bewusste Einbeziehen der Vielfalt welche den pädagogischen Alltag bereichern kann. Über Toleranz hinaus erfordert interkulturelle Kompetenz eine Bewusstheit über die eigene kulturelle Prägung.

Wir werden in dieser Weiterbildung unsere eigenen kulturellen Hintergrund erforschen und daraus Konsequenzen für die pädagogische Arbeit ableiten.

Zielsetzung: Die eigene kulturelle Prägung erkennen, Bewusstsein bezüglich Diskriminierung entwickeln, Vielfalt als Bereicherung im pädagogischen Alltag nutzbar machen

Club Aktiv, Trier: 07.+14.03.07, 9.00-17.00 Uhr, Referentinnen: Karin Weyer und Susanne Stroppel

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Kinderängste – was wir Erwachsenen wissen müssen

Ängste gehören zum Leben – auch zum Kinderleben. Sie schützen vor Gefahren und treiben die Entwicklung voran. Kinder brauchen Ängste. Denn entwicklungsbedingte Ängste machen stark, wenn ein Kind weiß, wie es sie bewältigen kann. Wir Erwachsenen dürfen Kindern deshalb ihre Ängste nicht nehmen. Wir müssen ihnen helfen, mit ihren Ängsten umzugehen. Erziehungsbedingte Ängste machen schwach, wenn sie das Selbstvertrauen des Kindes stören. Wir Erwachsenen müssen hier Ursachen erkennen und Auslöser beseitigen. Angst hat viele Gesichter – sie zeigt sich oft maskiert als Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten. Um Kinder mit ihren Ängsten nicht alleine zu lassen, müssen wir sensibel für ihre Erscheinungsformen werden.

In diesem Seminar möchte ich pädagogisch Tätigen Hilfen an die Hand geben, mit denen sie die Ängste von Kindern und Jugendlichen besser erkennen, verstehen und begleiten können.

Wir werden uns in unserer Arbeit an folgenden Fragen orientieren:
• Woran kann ich erkennen, daß ein Kind Angst hat?
• Welche Ängste erleben Kinder in welchem Alter?
• Welche Ängste sind nicht förderlich für eine gesunde Entwicklung des Kindes?
• Wie kann ich ein Kind auf eine hilfreiche Art in seiner Angst begleiten?

Zielsetzung: Kinderängste erkennen – verstehen – hilfreich begleiten

Club Aktiv, Trier: 07.05.07, 9.00-17.00 Uhr, Referentin: Susanne Stroppel

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Geschlechtssensible Pädagogik

Es reicht nicht Jungen und Mädchen vermeintlich gleich zu behandeln. Es bedarf einer bewußten Entscheidung, um gegen erstarrte Rollenerwartungen vorzugehen.

Kinder und Jugendliche wachsen nicht als neutrale Wesen auf, sondern werden als Mädchen oder Jungen erzogen. Wenn wir Mädchen und Jungen gleiche Entwicklungschancen bieten wollen, ist die Reflexion über das eigene Gewordensein als Frau oder Mann ein notwendiger Schritt. Ein weiterer wichtiger Bezugsrahmen geschlechtsbezogener Pädagogik ist die Präventionsarbeit gegen Gewalt.

Sowohl inhaltlich als auch methodisch wird eine Verbindung von Selbstreflexion, Theorie und Praxis angestrebt.

Inhaltliche Schwerpunkte sind:

– Begriffsklärung: Sex – Gender
– Die Bedeutung von Gender-Mainstreaming im Erziehungsalltag
– Information zur Situation von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen in der Gesellschaft
– Wie wird ein Kind zum Jungen /zum Mädchen gemacht?
– Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Mädchen und Jungen
– Arbeit an persönlichen Bildern und Vorstellungen
– Vorbildfunktion von Frauen und Männern
– Erzieher-In ein Beruf, in dem überwiegend Frauen tätig sind – Hintergründe und Konsequenzen
– Reflexion der eigenen pädagogischen Praxis und Integration geschlechtsbezogener Aspekte in die Orientierungs- und Beratungsarbeit

Zielsetzung: Bewusstmachen der gesellschaftlichen und der eigenen stereotypen Bilder über Jungen und Mädchen bzw. Männer- und Frauenberufe, Integration geschlechtsbezogener Aspekte in die Konzepte und die Arbeit mit den Jugendlichen, Erkennung von Genderaspekten in Kommunikation und Verhalten

Club Aktiv, Trier: 14.09.07, 9.00-17.00 Uhr, Referentin: Karin Weyer

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Auswirkungen von Armut auf Kinder – was pädagogische Fachkräfte wissen müssen

Auch in der Bundesrepublik Deutschland wachsen immer mehr Kinder in Armut auf. Sie bilden mittlerweile die Altersgruppe, die am häufigsten davon bedroht ist. Von Armut betroffene Kinder und ihre Familien sind sowohl in materiellen (Freizeitaktivitäten, Kleidung, Nahrung) und immateriellen (Kommunikation, sozialer Status) benachteiligt.

In dieser Weiterbildung geht es darum, Möglichkeiten der Förderung sozioökonomisch benachteiligter Kinder kennenzulernen. Die Reflektion der eigenen sozioökonomischen Lebenslage sowie die Auseinandersetzung mit Bildern von und Vorurteilen gegenüber sozial schwachen Familien bilden hierfür die Basis.

Zielsetzung: Verbesserung der Förderung sozioökonomisch benachteiligter Kinder

Club Aktiv, Trier: 12.09.07, 9.00-17.00 Uhr, Referentinnen: Karin Weyer und Susanne Stroppel

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