Qualität in der Kinderbetreuung bedeutet Beziehung

In jüngerer Zeit wird die Bedeutung der frühen Kindheit zunehmend diskutiert. Vielfältige Angebote wurden in den letzten Jahren für junge Eltern eingerichtet. Diese reichen von speziellen Beratungsangeboten bis hin zu Elternkursen (z.B. Elternschoul).

Ziel all dieser Angebote ist es, junge Eltern beim Aufbau einer positiven und entwicklungsförderlichen Beziehung mit ihrem Säugling zu unterstützen. Sichere Bindungserfahrungen des Kindes gelten als wichtiger Schutzfaktor für die weitere Entwicklung. Es geht darum, diesen Schutzfaktor zu nutzen, um späteren Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsschwierigkeiten vorzubeugen. Für die Gesellschaft sind diese sehr kostenintensiv.

Erfreulich ist, dass begonnen wurde, die Infrastruktur der Kinderbetreuung auszubauen. Während die oben erwähnten Angebote für junge Eltern auf Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie, der Säuglingsforschung und der Neurobiologie basieren, wird dieses wertvolle Wissen jedoch noch oft nicht hinreichend bei der Gestaltung ausserfamiliärer Säuglings- und Kleinkindbetreuung berücksichtigt.

Wir sind beide sowohl als Supervisorinnen in der Kinderbetreuung in Luxemburg als auch in der Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften in Deutschland und Luxemburg tätig.

Dabei beobachten wir in Luxemburg in Einrichtungen der Säuglings- und Kleinkindbetreuung einen Betreuungsschlüssel von einer anwesenden pädagogischen Fachkraft auf sechs Säuglinge und Kleinkinder (0-2 Jahre), wobei dieser stundenweise überschritten werden darf (in Maisons Relais um 33%; Ausführungsbestimmungen vom 20.07.2005). In Deutschland variiert der Betreuungsschlüssel in dieser Altersgruppe von 1:4,5 in Rheinland Pfalz bis 1:8 in Berlin. Weiter begegnen wir vereinzelt Gruppengrössen von bis zu 17 Säuglingen und Kleinkindern. Viele von ihnen verbringen acht Stunden und mehr (manchmal bis zu 12 Stunden) in der Einrichtung, bei gelegentlich nur wenig „Urlaubstagen“ im Jahr.

Zunehmend werden in Maisons Relais unqualifizierte Betreuungspersonen (das Gesetz erlaubt bis zu 20%) beschäftigt. Die restlichen 80% werden qualifiziert genannt, darunter fallen jedoch auch Menschen, die lediglich gering qualifiziert sind. Hierzu gehören Menschen, die eine Weiterbildung von 100 Stunden erhalten (nach Abschluss der 11. Klasse), Aide Socio Familiale, in deren Ausbildung 110 Stunden zum Bereich Kindheit und Familie vorgesehen sind, Hilfserzieher/innen (CATP Socio éducatif) sowie Auxiliaire économe. Lediglich 40% müssen mindestens die Qualifikation Erzieher/in haben.

Weiter beobachten wir, dass in der Eingewöhnungsphase die Bedürfnisse des Kindes zu kurz kommen. So wird ein Kind bereits (manchmal schon am ersten Tag) alleine in der Einrichtung gelassen, ohne dass es Zeit hatte, eine ausreichend vertraute Beziehung zu einer/einem Erzieher/in aufzubauen.

Expert/innen (vgl. z.B. Remo Largo 2004, Karl-Heinz Brisch, nach Wilhelm, 2005) empfehlen eine maximale Gruppengröße von acht Säuglingen und Kleinkindern (0-3 Jahre) bei einem Betreuungsschlüssel von 1:3. Wassilios Fthenakis (2003) vertritt dabei, dass nach Gruppengrösse und Betreuungsschlüssel die Anzahl der Stunden, die ein Kleinkind in Gruppenpflege verbringt, ohne überfordert zu sein, für die Qualität entscheidend sei. In der Literatur finden sich Empfehlungen von maximal 20-30 Wochenstunden. Auch sei es wichtig auf gut ausgebildetes Fachpersonal zurückzugreifen. Die Faustregel „Je jünger die Kinder desto besser ausgebildet die Betreuer/innen“ wird in diesem Zusammenhang häufig genannt (vgl. z.B. Fthenakis und Largo). Dabei ist es wichtig, dass die pädagogischen Fachkräfte speziell für die Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern weitergebildet sind. Denn Säuglinge und Kleinkinder brauchen nicht nur besondere Hinwendung und Aufmerksamkeit. Sie brauchen ein komplett anderes pädagogisches Angebot als über Dreijährige.

Zur Eingewöhnung empfiehlt das Institut für angewandte Sozialistations-forschung (INFANS, 2007) u.a. dass eine elterliche Bezugsperson das Kind in den ersten Tagen in der Einrichtung begleitet, eine ausreichend vertraute Beziehung zu einer/einem Bezugserzieher/in aufgebaut wird und das Kind erst dann schrittweise alleine in der Einrichtung bleibt. Dieses Modell wird unter dem Stichwort „Berliner Modell“ in Deutschland seit Jahren flächendeckend mit Erfolg praktiziert.

Mit Blick auf kindliche Grundbedürfnisse deren Erfüllung sowohl für eine gute seelische als auch für eine optimale kognititive Entwicklung essentiell sind, betrachten wir die Situation und die Entwicklung in der ausserfamiliären Säuglings- und Kleinkindbetreuung hier in Luxemburg aber auch in Deutschland mit grosser Sorge.

Es ist uns ein Bedürfnis, mit diesem Artikel sowohl eine Diskussion als auch Veränderung anzuregen.

Weil uns Kindeswohl genauso am Herzen liegt wie Ihnen!

> Qualität in der Kinderbetreuung (Fachartikel als PDF)

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

KaSu wächst und gedeiht – unter anderem auch: zusammen

Bei der „Fusion“ unserer beider Ein-Frau-Unternehmen vor zwei Jahren haben wir mit KaSu-Institut ein gemeinsames Dach geschaffen. Unter diesem haben wir meist getrennt voneinander gearbeitet, wenn auch in stetigem Austausch. Es gab viel Ka + Su und etwas KaSu.

Durch das beständige Anteilnehmen an den wechselseitigen Erfahrungen und Entwicklungen ändert sich dies. Das, was die eine tut, berührt und verändert auch die andere in ihrer Arbeit.

So nimmt z.B. Karin an der Weiterbildung „Clown und Kommunikation“ teil, die Gestalt des Clowns ist jedoch in unserer beider Herzen eingezogen.

Die Entwicklung von Ka + Su zu KaSu spiegelt sich auch in der Gestaltung unserer Internetseite. Die beiden Spalten verschwinden mehr und mehr zugunsten einer gemeinsamen Darstellung.

Für diese Ausgabe unseres Newsletters, mit dem Schwerpunkt Psychotherapie, haben wir entsprechend die Seite Psychotherapie neu gestaltet:

KaSu wächst auch in die Tiefe. Es ist uns wichtig, dass unser Handeln in den einzelnen Arbeitsbereichen rückgebunden ist an Theorien und Werte. Sie finden diese in den „Quellen aus denen wir schöpfen“ dargestellt:

KaSu wünscht: Viel Freude beim Lesen!

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Bericht einer Psychotherapieklientin

„So, jetzt muss was passieren! Es reicht mir!“ – das hab`ich mir nach einer langen Zeit, in der mich verschiedene Ängste und Zwänge sehr gequält und gebremst haben, gedacht.

Und bei der Suche nach professioneller Hilfe bin ich im Internet auf die KaSu-Seite gestoßen, die mir auf Anhieb gut gefallen hat: gescheite Information in ansprechender Aufmachung. Der Termin für ein erstes Gespräch war schnell vereinbart.

Das war vor gut einem Jahr. Und nach dem heutigen „Stand der Dinge“ kann ich nur sagen: Es war und ist eine absolut gute und passende Entscheidung, mich der oft sehr anstrengenden und langwierigen Arbeit mit mir selbst zu stellen. Allein wird man auf Dauer mit solchen Problemen nicht fertig, sondern verfährt sich nur immer tiefer in der ganzen Misere. Was für ein Glück, dass es Profis gibt, die unterstützen und „Wegweiser“ (gehen muß man aber selbst!!!) sind! Man muß allerdings auch bereit sein, viel von sich preiszugeben. Das wiederum setzt die/den „passende(n)“ Therapeutin/Therapeuten voraus. Ich bin fündig geworden und sehr froh darüber, daß ich durch die Psychotherapie solche Fortschritte gemacht habe.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Bereicht eines Psychotherapieklienten

Die ersten Anzeichen für eine sich anbahnende Depression zeigten sich bei mir Ende der 90er Jahre. Meine seelischen Probleme waren beruflich bedingt. Als ich Anfang 2000 im Büro anfing, mit Dingen um mich zu schmeissen, gab mir ein Kollege den Tipp, einen Psychologen aufzusuchen, mit dem er sehr gute Erfahrungen gemacht hatte.

Ich fühlte mich verletzt und reagierte anfangs wütend auf diesen Vorschlag (ich beim Klapsmühlendoktor ???), doch als sich die Situation verschlimmerte, fragte ich nach einem Termin bei dem erwähnten Psychologen.
Dort machte ich meine ersten, sehr guten Erfahrungen mit dem, was ich anfangs als Psycho-Ding bezeichnete.

Nach einem halben Jahr fühlte ich mich besser, doch da sich in meinem Beruf nichts veränderte, wurde ich schnell wieder rückfällig und verfiel nun in sehr tiefe Depressionen. Ich suchte mehrere Psychiater auf, die mich zwar mit Medikamenten vollstopften, das eigentliche Problem damit jedoch nicht lösten.

Am Ende meiner Kräfte angelangt, landete ich schlussendlich in Bad Neuenahr-Ahrweiler, wo ich während drei Monaten mit einer Therapie gegen meine Depressionen anzukämpfen versuchte.

Ich war enttäuscht. Alle Therapien schlugen bei mir kaum an, doch dann wurde ich in eine Psycho-Drama-Gruppe geschickt – und war fasziniert.
Gleich am Anfang wurde ich als Statist in diesem Rollenspiel eingesetzt, und obwohl ich das ganze für Humbug hielt, verliess ich die Gruppe nach zwei Stunden und war beeindruckt. Im Laufe der Zeit sollte sich zeigen, dass ich zum ersten Mal, nach vielen Jahren, eine Therapie gefunden hatte, die mich weiterbrachte. Was umso deutlicher wurde, als in einer der Sitzungen mein Fall besprochen und bearbeitet wurde. An diesem Tag hatte ich so etwas wie eine Erleuchtung, plötzlich sah ich Türen, die nicht mehr verschlossen waren, sondern mich dazu einluden, einzutreten.

Leider konnte ich an dieser Therapie nur ein halbes dutzend Mal teilnehmen, dann fuhr ich wieder nach Hause. Da ich während meinem Aufenthalt in der Klinik allerdings sehr schlechte Nachrichten erhielt, hatte ich das Gefühl, nichts erreicht zu haben und war nahe dran, aufzugeben (im wahrsten Sinne des Wortes).

Durch einen sehr guten Freund in Luxemburg (der ebenfalls Patient in Bad Neuenahr-Ahrweiler gewesen ist) bekam ich die Adresse von Frau Stroppel, einer Diplom-Psychologin. Die Tatsache, dass in ihrer psychotherapeutischen Praxis u.a. auch mit Psycho-Drama gearbeitet wurde, machte mich neugierig, und ich freute mich regelrecht auf weitere Erfahrungen in einer ähnlichen Gruppe.

Bis heute kam es nicht dazu – und das hat mir bis jetzt nichts ausgemacht. Die Gespräche, die ich seitdem regelmässig mit Frau Stroppel führe, tun mir sehr gut. Wir wühlen sehr viel in meiner Vergangenheit, besprechen aktuelle Situationen, und schon öfter hat sie mir – eher indirekt – gute Tipps gegeben, wie ich mit gewissen Problemen umgehen und sie angehen soll. Es geht mir besser, von Tag zu Tag, von Woche zu Woche.

Nun werde ich oft gefragt, was in dieser Therapie genau passiert. Nun, um ehrlich zu sein : ich weiss es nicht so genau. Das Reden hilft – und Frau Stroppels Reaktion auf meine Aussagen. Sie greift bestimmte Dinge, die ich erwähne, auf und vertieft sie mit mir. Dabei lerne ich Erstaunliches über mich, meine Fähigkeiten, meine Stärken, meine Schwächen. Ich erlebe selbst meine Vergangenheit neu, und viele Erlebnisse, die ich in meiner Kindheit und fast schon vergessen hatte, finden den Weg in meine Erinnerung zurück, und ich habe feststellen müssen, dass die Ursprünge für meine Depressionen nicht nur auf meinem Arbeitsplatz zu finden sind.

Ich bin durch eine schwere Zeit gegangen, mit vielen Tränen und Mutlosigkeit. Irgendwie haben die Gespräche mit Frau Stroppel mein Interesse an meinen Hobbys (der Musik, dem Taekwondo, meinem Lieblingssport) – und an meinem Leben – wieder geweckt.

Ich kann jedem, der mit Depressionen zu kämpfen hat, nur dringend empfehlen, so wie ich Hilfe aufzusuchen, denn man wird die Probleme nicht allein lösen können, schon gar nicht mit Antidepressiva und Schlaftabletten. Zwar hat man Freunde, mit denen man reden kann, doch sollte man deren Hilfsbereitschaft nicht zu sehr in Anspruch nehmen, weil man sie dadurch doch sehr belastet, weil sie zwar Ratschläge geben können, mit der Zeit wahrscheinlich aber auch des ewigen « Es-geht-mir-nicht-gut » Gelabere überdrüssig werden. Ich jedenfalls habe diese Erfahrung gemacht. Daher sollte man sich mit Menschen zusammen setzen, die für solche Gespräche ausgebildet wurden, Abstand dazu haben und denen man auch Dinge erzählen kann, die man dem besten Freund lieber vorenthalten will. Denn manchmal erfährt man auch Dinge über sich, die ein guter Freund nicht wissen muss.

R. Halsdorf

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Bericht einer Psychotherapieklientin

…..Ich bin kein Freund von großen Veränderungen, zumindest nicht, wenn ich sie nicht selbst herbeiführe. Umso schwieriger war für mich der Wiedereinstieg ins Berufsleben nach einer langen krankheitsbedingten Pause. Mein direktes berufliches Umfeld hatte sich sehr verändert und ich wurde gemobbt.

Ich geriet in eine persönliche Krise, die sich zuerst in körperlichen Symptomen zeigte, dann häuften sich Konflikte in bestimmten Arbeitssituationen. Nach ein paar Monaten hatte ich das Gefühl, diese belastende Situation nicht mehr allein bewältigen zu können und suchte eine Psychotherapeutin auf.

Von Anfang an fühlte ich mich gut aufgehoben und sehr kompetent betreut. Es wurde konkret auf meine Probleme eingegangen und ganz praktisch Hilfestellung gegeben. Verständnisvolle Gespräche sorgten dafür, das mein Selbstvertrauen wieder wuchs und ich aktiv für die Verbesserung meiner Arbeitssituation sorgen konnte. Körperliche Symptome wie z. B. Schweißausbrüche, Zittern, Kopfschmerzen und Magenkrämpfe treten nur noch selten auf und weniger intensiv.

Ich bin belastbarer, habe weniger Schmerzen und stelle fest, das sich die Therapie auf jeden Bereich meines Lebens positiv auswirkt. Mein Familienleben wird harmonischer und meine freundschaftlichen Beziehungen profitieren ebenfalls davon. Beruflich eröffnen sich neue Perspektiven.

Ich würde diesen Weg jederzeit wieder wählen, um persönliche Krisensituationen zu meistern und mein Leben intensiver und glücklicher gestalten zu können.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Bericht einer Psychotherapieklientin

Ein Ausgangspunkt der Therapie war mein Eindruck, daß sich Situationen wiederholten und ich mich ihnen ausgeliefert fühlte. Die Therapie half mir aus dieser „Opferhaltung“ heraus.

Ich kann heute meine innere Haltung in den Situationen unmittelbarer erleben und zum Ausdruck bringen und nicht, wie zuvor, erst Wochen oder Monate später „verstehen“.

Dabei war der Prozeß immer geprägt von einer inneren Wertschätzung und Anteilnahme der Therapeutin. Dafür und für die Hilfe zur wirklichen inneren Veränderung bin ich sehr dankbar.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Liebevolle Beziehungen: Der Boden auf dem Glück gedeiht

Lebendige, achtsame und respektvolle Beziehungen sind die Basis für ein erfülltes Leben.

Im Kontakt mit Menschen, die wir mögen, erfahren wir Wärme und Geborgenheit. Freundschaftliche Beziehungen vermitteln uns ein Gefühl der Sicherheit: wir müssen die Herausforderungen des Lebens nicht allein bewältigen. Gemocht werden und auch mögen beflügelt: wir fühlen uns gut, unbeschwert, voller Vertrauen, Ideen und guter Gefühle.

Wie vieles andere stellen sich auch liebevolle Beziehungen oft nicht von selbst ein. Und wenn sie da sind, wollen sie gepflegt werden, um zu bleiben.

Auf vielfältigen Wunsch bieten wir zu diesem Thema erstmals und gemeinsam eine Jahresgruppe an.

Wir möchten mit Euch / Ihnen
– einen Rahmen gestalten, in dem lebendige, achtsame und respektvolle Beziehungen gelebt werden können und
– diesen Rahmen füllen mit kleinen Kostbarkeiten aus der Methodenschatzkiste der Beziehungspflege

Dabei werden wir aus all unseren Quellen schöpfen.

quellen

Herzlich willkommen sind alle die Lust haben, sowohl die Beziehung zu sich selbst als auch die zu anderen Menschen liebevoller zu gestalten!

Termine:
1. Samstag 29.09.07 10.00 – 18.00 Uhr
2. Dienstag 30.10.07 18.30 – 21.30 Uhr
3. Dienstag 20.11.07 18.30 – 21.30 Uhr
4. Dienstag 11.12.07 18.30 – 21.30 Uhr
5. Dienstag 29.01.08 18.30 – 21.30 Uhr
6. Dienstag 11.03.08 18.30 – 21.30 Uhr
7. Dienstag 29.04.08 18.30 – 21.30 Uhr
8. Dienstag 27.05.08 18.30 – 21.30 Uhr
9. Dienstag 17.06.08 18.30 – 21.30 Uhr
10.Samstag 05.07.08 10.00 – 18.00 Uhr

Gesamtstundenanzahl: 40
Kosten: 680,- €
Teilnehmer/innenanzahl: max. 8
Ort: 22, route de Luxembourg, L-6633 Wasserbillig

Auf Anfrage erhalten Sie ein Anmeldeformular mit den Anmelde- und Teilnahmebedingungen.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Was hat der Clown in einem ernsthaften Institut für Psychotherapie, Supervision, Weiterbildung und Entwicklungspsychologische Beratung zu suchen?

Eine ganze Menge. Der Clown ist ein Ver-wandler. Als Akrobat des Scheiterns nutzt er Krisen, um Eingefahrenes in Bewegung zu bringen.

Und: Er verwandelt spielerisch.

Aus ganzem Herzen glaubt der Clown, das Leben wurde ihm geschenkt, dass er spielend die Welt erstaune. Dieser spielerische Umgang mit dem Leben ist unglaublich befreiend.

Das Spielerische erlaubt es, Dinge auszuprobieren. Das heisst auch, keine Angst vor Fehlern zu haben, sondern ausführlich und lustvoll scheitern zu dürfen. Somit wir das Annehmen und Gestalten des Scheiterns zur endlose Kraftquelle. Es ist für alle Beteiligten befreiend und beglückend, wenn einer als Clown sein Scheitern annimmt und gesaltet.

Die ungliebten Anteile von uns, die wir am liebsten schamvoll verstecken. Der Clown lockt sie hervor, denn er weiss, wie ungeheuer vital diese Anteile sind, und er entfacht mit ihnen die wunderbarsten Spiele.

Der Clown kennt keine Tabus. Er hilft, das zu benennen, was verborgen bleiben soll. Hierin liegt ein unglaubliches Veränderungspotenial.

Wir freuen uns, dass der Clown bei KaSu eingezogen ist und heissen ihn herzlich willkommen!

Er inspiriert uns in unserer Arbeit und wir integrieren Aspekte des Clowns in Psychotherapie, Supervision, Weiterbildung und Eltern-Kind-Beratung.

Daneben gibt es den Clown bei uns auch in seiner klassischen Form, bei Auftritten. Hier nimmt Karin Weyer in Kooperation mit Christian Berrend (Künstler) die Gestalt des Clowns an und bereichert Ihre Geburtstage, Hochzeiten, Betriebsfeste, Praxiseröffnungen … und vieles vieles mehr. Gönnen Sie sich und Ihren Lieben den Clown!

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Martin E.P. Seligman: Der Glücksfaktor

Martin E.P. Seligman, Professor für Psychologie und bekannt aus der Depressionsforschung (Erlernte Hilflosigkeit), hat sich inzwischen der Positiven Psychologie zugewandt – und beeindruckte uns mit seinem wunderbar leicht und lebendig geschriebenen – und dennoch wissenschaftlich fundierten – Buch „Der Glücksfaktor“.

Positive Psychologie bedeutet: Beschäftigung mit dem Auf- und Ausbau von Gemütszuständen wie Zufriedenheit, Dankbarkeit und Freude. Solche Gefühle können durch eine aktive Lebensgestaltung und/oder durch Psychotherapie nachhaltig gesteigert werden. Das ist die Hauptaussage von Seligman zum Thema „Glück“.

Die neurobiologische Forschung belegt längst, dass es zum Glücklichsein nicht ausreicht, belastende Gefühle wie Angst, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit zu bearbeiten. Das alleine macht keine positiven Gefühle. Erwünschte Gemütszustände, wie die oben genannten, müssen aktiv gefördert und unterstützt werden.

Im ersten Teil des Buches beschreibt Seligman zentrale positive Gefühle: Zufriedenheit mit der Vergangenheit, Dankbarkeit, Vergeben, ein optimistischer Blick in die Zukunft sowie angenehme Empfindungen in der Gegenwart (körperliche Vergnügungen, einen schönen Tag haben, Achtsamkeit). Dabei gibt er wunderbare Anregungen, was jede/r Einzelne tun kann, um diese Gefühle mehr zu erleben. Besonders gefallen hat uns das „Dankbarkeitsritual“: einen Menschen, dem man viel verdankt einladen und die erlebte Dankbarkeit dieser Person gegenüber zum Ausdruck bringen.

Positive Psychologie bedeutet auch: Stärken und Fähigkeiten zu fokussieren. Im zweiten Teil des Buches stellt Seligman ein grosses Forschungsprojekt vor dessen Ziel es war, analog zur Klassifikation psychischer Störungen eine Klassifikation der Gesundheiten zu schaffen. Das Forschungsprojekt basiert auf dem Studium von insgesamt 200 Tugend-Katalogen. Dazu gehören grosse religiöse und philosophische Schriften. All diese Traditionen – verteilt über 3000 Jahre und die gesamte Erdoberfläche – unterstützen sechs Tugenden:

Weisheit und Wissen
Mut
Liebe und Humanität
Gerechtigkeit
Mässigung
Spiritualität und Transzendenz

Den einzelnen Tugenden sind insgesamt 24 Stärken zugeordnet, wie z.B. der Tugend Weisheit und Wissen die Stärken Neugier/Interesse für die Welt, Lernfreude, Urleilskraft/kritisches Denken/Offenheit, Kreativität/Originalität, soziale/emotionale Intelligenz und Weitblick. Mit den Stärken erlangen wir die Tugenden. Die Stärken können wir auf- und ausbauen.

Nach Seligman geht es darum, die eigenen Stärken zu identifizieren und in möglichst vielen Lebensbereichen einzusetzen, um ein glückliches, zufriedenes und authentisches Leben zu leben. Seligman empfiehlt, sich nicht allzusehr um seine Schwächen zu kümmern, ihnen nicht viel Aufmerksamkeit und damit auch Energie zu schenken.

Der dritte und letzte Teil des Buches trägt den schönen Titel „In den Räumen des Lebens“. Seligman wendet seine Erkenntnisse hier auf die Lebensbereiche Kindererziehung, Liebe und Arbeitsleben an.

Seligman, Martin E.P. (2002): Der Glücksfaktor. Warum Optimisten länger leben. Bastei Lübbe. ISBN: 3-404-60548-9.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone