Es reicht nicht Jungen und Mädchen vermeintlich gleich zu behandeln. Es bedarf einer bewußten Entscheidung, um gegen erstarrte Rollenerwartungen vorzugehen.
Kinder und Jugendliche wachsen nicht als neutrale Wesen auf, sondern werden als Mädchen oder Jungen erzogen. Wenn wir Mädchen und Jungen gleiche Entwicklungschancen bieten wollen, ist die Reflexion über das eigene Gewordensein als Frau oder Mann ein notwendiger Schritt. Ein weiterer wichtiger Bezugsrahmen geschlechtsbezogener Pädagogik ist die Präventionsarbeit gegen Gewalt.
Sowohl inhaltlich als auch methodisch wird eine Verbindung von Selbstreflexion, Theorie und Praxis angestrebt.
Inhaltliche Schwerpunkte sind:
– Begriffsklärung: Sex – Gender
– Die Bedeutung von Gender-Mainstreaming im Erziehungsalltag
– Information zur Situation von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen in der Gesellschaft
– Wie wird ein Kind zum Jungen /zum Mädchen gemacht?
– Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Mädchen und Jungen
– Arbeit an persönlichen Bildern und Vorstellungen
– Vorbildfunktion von Frauen und Männern
– Erzieher-In ein Beruf, in dem überwiegend Frauen tätig sind – Hintergründe und Konsequenzen
– Reflexion der eigenen pädagogischen Praxis und Integration geschlechtsbezogener Aspekte in die Orientierungs- und Beratungsarbeit
Zielsetzung: Bewusstmachen der gesellschaftlichen und der eigenen stereotypen Bilder über Jungen und Mädchen bzw. Männer- und Frauenberufe, Integration geschlechtsbezogener Aspekte in die Konzepte und die Arbeit mit den Jugendlichen, Erkennung von Genderaspekten in Kommunikation und Verhalten
Club Aktiv, Trier: 14.09.07, 9.00-17.00 Uhr, Referentin: Karin Weyer



