Alison Gapnik, Andrew Meltzoff, Patricia Kuhl: Forschergeist in Windeln

In diesem Buch geht es um die gigantischen Entwicklungs- und Lernleistungen von Babys und Kleinkindern. Diese werden zurückgeführt auf die systematische Untersuchung der Umgebung mit der sich die Kleinen Tag aus Tag ein beschäftigen.

Die Faszination, mit der die AutorInnen (alle drei EntwicklungspsychologInnen) ihrer Arbeit mit den Kindern nachgehen wird über die Beschreibung deutlich.

Die Babys und die ForscherInnen eint der Wille, die Welt zu verstehen. Die Babys versuchen herauszufinden, wie die Welt funktioniert, während die Forscher versuchen herauszufinden, wie die Babys sich das Wissen über die Welt aneignen.

Der Vergleich von Babys und Kleinkindern mit ForscherInnen, was die Entdeckung der Welt und die Systematik in der Vorgehensweise anbelangt ist interessant und spannend. Ein anderer in diesem Buch oft verwendeter Vergleich zwischen dem Gehirn und den Computern ist dagegen nur die schlichte Weiterführung der mechanischen Analogien von Gehirn und Uhrwerk bzw. Schaltkreis und genauso begrenzt, wie diese.

Der zweite Teil des Buches ist leider überwiegend eine Wiederholung des ersten Teiles und bringt kaum neue Erkenntnisse und ist somit auch etwas langatmig.

Dennoch handelt es sich bei dem Buch um einen faszinierenden Einblick in die Sichtweise von Babys und Kleinkindern auf die Welt.

Alison Gopnik, Andrew Meltzoff, Patricia Kuhl (2006, 5.Auflage): Forschergeist in Windeln. Wie Ihr Kind die Welt begreift. München: Piper Verlag.
ISBN: 3-492-23538-7