Beobachten ohne zu bewerten – eine Herausforderung im pädagogischen Alltag

Unsere Wahrnehmung funktioniert anders wie ein Photoapparat. Während ein Photo einfach ein Abbild der Realität ist, ist unsere Wahrnehmung subjektiv. D.h. abhängig von unseren Gefühlen, Bedürfnissen, Erfahrungen, Überzeugungen und von dem situativen/gesellschaftlichen Kontext. So ist die Einschätzung der Begabung eines Kindes abhängig vom Niveau der Gruppe.

Gezielte Beobachtung ist die Grundlage pädagogischen Handelns. Sie ermöglicht es einerseits Stärken und Ressourcen eines Kindes wahrzunehmen und andererseits Defizite zu erkennen. Beides ist wichtig, um ein Kind optimal zu fördern. Wir werden in diesem Kurs unsere Beobachtungsfähigkeit schulen, um diese für die Dokumentation nutzen zu können. Dabei wird die Beobachtung behinderter Kinder ein besonderer Schwerpunkt sein. In diesem Zusammenhang werden wir einen Beobachtungsleitfaden vorstellen und kritisch reflektieren.

Zielsetzung: Unterschied zwischen Beobachtung und Bewertung erkennen, Bewusstwerden der Subjektivität von sozialer Wahrnehmung, spezifische Situation der Beobachtung behinderter Kinder reflektieren, Kennenlernen eines Beobachtungsleitfadens

Club Aktiv, Trier: 7./8.11.07, 9.00-17.00 Uhr, Referentinnen: Susanne Stroppel und Elisabeth Gerhards (Erzieherin)