Beobachten ohne zu bewerten – eine Herausforderung im pädagogischen Alltag

Unsere Wahrnehmung funktioniert anders wie ein Photoapparat. Während ein Photo einfach ein Abbild der Realität ist, ist unsere Wahrnehmung subjektiv. D.h. abhängig von unseren Gefühlen, Bedürfnissen, Erfahrungen, Überzeugungen und von dem situativen/gesellschaftlichen Kontext. So ist die Einschätzung der Begabung eines Kindes abhängig vom Niveau der Gruppe.

Gezielte Beobachtung ist die Grundlage pädagogischen Handelns. Sie ermöglicht es einerseits Stärken und Ressourcen eines Kindes wahrzunehmen und andererseits Defizite zu erkennen. Beides ist wichtig, um ein Kind optimal zu fördern. Wir werden in diesem Kurs unsere Beobachtungsfähigkeit schulen, um diese für die Dokumentation nutzen zu können. Dabei wird die Beobachtung behinderter Kinder ein besonderer Schwerpunkt sein. In diesem Zusammenhang werden wir einen Beobachtungsleitfaden vorstellen und kritisch reflektieren.

Zielsetzung: Unterschied zwischen Beobachtung und Bewertung erkennen, Bewusstwerden der Subjektivität von sozialer Wahrnehmung, spezifische Situation der Beobachtung behinderter Kinder reflektieren, Kennenlernen eines Beobachtungsleitfadens

Club Aktiv, Trier: 7./8.11.07, 9.00-17.00 Uhr, Referentinnen: Susanne Stroppel und Elisabeth Gerhards (Erzieherin)

Konstruktiver Umgang mit Eltern in schwierigen Situationen

Elternarbeit fordert uns heraus und erfordert v.a. Gesprächskompetenz. Wie reagieren auf den Ärger eines Vaters auf die verschmutzte Kleidung seines Kindes? Was sagen, wenn eine Mutter das pädagogische Konzept der Einrichtung kritisiert? Wie Eltern über das auffällige Verhalten eines Kindes informieren, ohne ihre Kooperation zu verlieren? Wie erreichen, dass ein Kind pünktlich abgeholt wird?

In der Weiterbildung arbeiten wir an diesen Fragen mit der Zielsetzung

– Dem Ärger von Eltern Verständnis entgegenbringen und emotional darauf eingehen, ohne den Inhalt der Kritik immer zu teilen
– Schwierige Themen so ansprechen, dass die Eltern die Rückmeldung, Kritik oder Bitte annehmen können und ein konstruktiver Dialog möglich wird.

Die Übungen basieren auf Erkenntnissen der Kommunikationspsychologie und auf der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg.

Am letzten Tag dieser 3tägigen Weiterbildung erfolgt eine Exkursion zu dem Projekt „Eine Schule für alle – eine Schule für`s Leben“ in Luxemburg und ein Austausch mit den dortigen Vorschullehrerinnen zur Elternarbeit.

Zielsetzung: Professionalisierung der Elternarbeit durch Weiterentwicklung von Gesprächskompetenz

Club Aktiv, Trier: 7./8.11.07, 9.00-17.00 Uhr, Referentinnen: Susanne Stroppel und Elisabeth Gerhards (Erzieherin)

Vortrag: Seelenschatten – wenn Depression das Leben bestimmt

Sehr viele Menschen sind von Depression betroffen. 15 – 17% der Bevölkerung erkrankt im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Die Altersdepression ist die häufigste psychische Erkrankung bei über 65jährigen .

Das seelische Leiden von Betroffenen ist gross und schwer zu beschreiben.

Damit für Sie nachvollziehbar wird, was depressiv Erkrankte erleben, möchten wir Ihnen einige Ausschnitte aus einem Film zeigen. Der Film erforscht dunkle Seiten der menschlichen Seele und die verschiedenen Aspekte der Depression. Er weckt Verständnis für Menschen, die durch ihre psychische Krankheit nach wie vor stigmatisiert sind.

Ergänzend informieren wir Sie durch einen Kurzvortrag über das Krankheitsbild der Depression.

Vortrag: Wenn das Leben ängstigt

Das 20. Jahrhundert wurde von manchen Publizisten das Jahrhundert der Angst genannt.

Angst begleitet uns durch das ganze Leben, ist ein uns allen vertrautes Gefühl. Doch bei vielen Menschen wird die Angst so groß oder so dauerhaft, dass sie unter ihr leiden.

Jeder/jede 7. entwickelt im Laufe des Lebens eine Angststörung. Angst- und Panikstörungen sind bei Frauen die häufigste, bei Männern (nach Alkoholmissbrauch) die zweithäufigste psychische Störung.

Eine Angststörung – was ist das überhaupt? Angst hat viele Gesichter. Sie geht oft einher mit chronischer Anspannung, zunehmender Angst vor der Angst, Niedergeschlagenheit, Vermeidung angstauslösender Situationen und Rückzug aus sozialen Beziehungen.

Für Nicht-Betroffene ist es oft schwer nachzuvollziehen, was mit den Betroffenen passiert. Für Betroffene ist es oft schwer, eine adäquate Hilfe zu erhalten. Die Mehrzahl der an Angst erkrankten wird über 4 bis 10 Jahre nicht adäquat diagnostiziert und behandelt. Im Durchschnitt vergehen 7 Jahre bis die Angsterkrankung als solche erkannt wird. Dabei gibt es gute Methoden der Behandlung.

Mit diesem Vortrag incl. einem Filmbeitrag wollen wir über das Krankheitsbild der Angst informieren.