Der Clown nutzt den Winterschlaf

Eigendlich wollte ich (Karin Weyer) diesmal nur schreiben, dass der Clown sich zur Zeit im Winterschlaf befindet. Dann dachte ich, dass muss ich dann doch wohl etwas erklären, da Clowns ja eigendlich gar keinen Winterschlaf halten.

Was ist also über den Winter passiert? Ich habe die dunklere Zeit dafür genutzt die feineren Aspekte des Clowns auszubauen. Bis dahin habe ich mich zu meiner Freude und der meiner Zuschauer und Zuschauerinnen ausgetobt und die klassischen Rot-Clown oder August Aspekte ausgedrückt. Eine sehr schöne Sache. Doch jetzt im Winter habe ich mehr an den Aspekten des Weiss-Clowns gearbeitet. Dabei stand die Arbeit am Gefühlsausdruck im Vordergrund. Aber eben nicht mehr die lauten, polternden Aspekte, sondern die ruhigeren, tieferen(?) Aspekte.

Am 23.02.2008 habe ich zusammen mit meinem Clownpartner Christian Berrend dies bei einem Geburtstagsfest zur Aufführung gebracht. Wir haben ein kurzes Programm ausgehend von dem Geburtstagskind (welches 50 wurde) zusammengestellt und die Gefühlswelt mit ihren vielen Ausdrucksweisen im Leben dargestellt. Als zweiten Teil haben wir den Clown genutzt um die Unterschiedlichkeit der Gäste deutlich sichtbar zu machen.

Bei dieser Art von Arbeit ist es uns sehr wichtig, niemanden ausser uns selber vorzuführen. Sich über andere lustig machen ist einfach und billig und funktioniert auch meist. Aber als Clowns sind wir bereit das Lachen auf uns zu ziehen. Das ist, für mich jedenfalls, immer wieder eine Herausforderung.