und es geht weiter….

Meine Ausbildung (Karin Weyer) „Clown und Kommunikation“ ist nun zu Ende und wurde mit einer Abschlusspräsentation in der Schule für Clowns (Mainz) würdig gefeiert.

Jetzt geht es weiter mit „Akrobaten des Scheiterns – Der Witz liegt in der Krise“. Inhalte: Scheitern am eigenen Charakter, Scheiterbeziehungen, Inszenierungen des Scheiterns.

Diese Themen sind alltäglich, jedem und jeder vertraut. Der Clown nimmt sie auf, spielt damit, macht sie deutlich…

Scheitern ist etwas was, wir alle täglich erleben und eine beliebte Form damit umzugehen ist, es zu vertuschen. Nachdem ich z.B. an einen Türrahmen gerempelt bin, tue ich entweder so, als sei nichts passiert, in der Hoffnung, dass auch niemand anderes es sehen wird, oder ich gebe dem Türrahmen die Schuld. Was macht dieses blöde Ding auch mittten auf meinem Weg. So haben wir alle Lieblingsstrategien. Hier einige zum Auswählen:

– Ich suche nach der idealen Lösung (z.B. der idealen PartnerIn) und verpasse alle Möglichkeiten eine Beziehung einzugehen.

– Ich halte am Problem fest, z.B. weil ich der Meinung bin ich sei eben zu emotional – wahlweise zu rational. Doch was hält mich wirklich vom Nachdenken oder Spüren ab?

– Ich kann mich nicht entscheiden – und so sind alle Züge weg weil ich mich nicht für einen entschieden habe.

– Ich halte an der Situation fest. „Da kann man Nichts ändern; So ist es nunmal…“ sind beliebte Formen davon. Wir müssen halt beide soviel arbeiten… Ja wenn, die Wohnung, der Urlaub, die 2 Autos, der Navi etc alles sein muss (UND SO IST ES NUNMAL) dann …

Die Listen dürfen Sie gerne für sich fortführen. Wenn Sie noch weitere Strategien bei sich oder anderen entdecken, wäre ich froh, von diesen zu hören/lesen. Einfach auf den Button Rückmeldung zu diesem Artikel klicken.

Landgrebe, Gitte et al: Mehr Erfolg durch Qualität für Trainer/innen, Berater/innen, Coachs

Bislang hatte ich (Susanne Stroppel) keinen rechten Zugang zu Qualitätsentwicklung. Vielleicht, weil ich in Deutschland im Zusammenhang mit dem „Zertifizierungsboom“ viel „Zertifikats“- oder „Schein“Qualität (S.10) erlebt hatte.

Dennoch: Die Weiterentwicklung unserer Qualität war uns natürlich ein großes Anliegen und wir haben nach Information und „Anleitung“ gesucht.

Gefunden haben wir das EFQM-Modell, was jedoch nicht explizit für unseren Arbeitsbereich entwickelt wurde. Vieles hat einfach nicht für unsere Situation gepasst und das war unbefriedigend.

Vor einigen Monaten erschien schliesslich das Buch „Mehr Erfolg durch Qualität für Trainer/innen, Berater/innen, Coachs“. Eine der Autor/innen, Gitte Landgrebe, hat Karin während ihrer Tätigkeit im Ministerium für Chancengleichheit kennen und schätzen gelernt. Wie zu erwarten war, hat das Autorenteam das EFQM-Modell anwendungsfreundlich speziell auf den Bereich Trainer/innen Berater/innen Coachs übertragen.

Wir starteten unseren 2. Versuch in Sachen modellgeleitete Qualitätsentwicklung. Unsere Identifikation mit diesem Modell sicherte bereits die erste Seite des ersten Kapitels: „Qualitätsentwicklung … richtet den Fokus nicht auf die Einhaltung von Vorgaben, sondern auf Innovation und kontinuierliches Lernen“.

Bis jetzt haben uns das Buch sowie die Selbstbewertungsbögen, Checklisten, Arbeitsblätter und Instrumente (auf CD-Rom) zu einigen Innovationen angeregt und gelernt haben wir auch viel.

Einen Einblick in die Inhalte von Qualitätsentwicklung erhalten Sie im gleichnamigen Artikel unter der Rubrik „Entwicklungen bei KaSu“ in dieser Newsletter.

So macht Qualitätsentwicklung Spaß! Wir können das Buch nur empfehlen!

Gitte Landgrebe, Franz Knist, Wolfgang Böhm, Günther Frosch: Mehr Erfolg durch Qualität für Trainer/innen, Berater/innen, Coachs. Offenbach: Gabal Verlag, 2008. ISBN: 978-3-89749-809-9

Bostelmann, Antje (Hrsg.): Praxisbuch Krippenarbeit

Grundlage des Buches ist das KLAX-Konzept. KLAX ist ein gemeinnütziger Träger mit einer eigenen Abteilung „Pädagogische Entwicklung und Prozesssteuerung“. Deren Aufgabe ist es, die pädagogische Arbeit in allen KLAX-Einrichtungen durch inhaltliche Vorgaben zu steuern, die pädagogische Qualität zu überprüfen und zu verbessern. Nach dem KLAX-Konzept arbeiten mittlerweile 16 Berliner Kindergärten, 4 Krippen sowie eine private Grundschule.

Ein Grundwert der KLAX-Krippenpädagogk: Respektvoller Umgang mit dem „innerern Fahrplan“ der Kinder. BEDÜRFNISSE ERKENNEN STATT EIGENE VORSTELLUNGEN AUFDRÄNGEN ist das Motto. Kleinkinder haben quasi ein inneres Programm, sich die Welt anzueignen. Viel sinnvoller als alle ausgedachten Förderpläne und Aktivitäten ist es zu erkennen, auf welchem Weg ein Kind sich die Welt aneignet und dazu Anreize zu entwickeln. Voraussetzungen sind gute Beobachtung und Fachwissen.

Das Buch trägt den Titel „Praxisbuch Krippenarbeit“ und diesem wird es aus meiner (Susanne Stroppel) Perspektive voll und ganz gerecht. Alle, die Klein(st)kinder betreuuen und auf ihrem Entwicklungsweg begleiten, finden zu vielfältigen Themen Anregungen und Ideen für die Praxis.

Zudem ist das Buch sehr ansprechend gestaltet – mit vielen vielen Bildern, lebendigen Überschriften und farbig gestalteten Kästen in denen das Wichtigste zu einem Thema zusammengefasst ist.

Das Institut für KLAX-Pädagogik bietet eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Krippenpädagogin an, sowie Tagesseminare und Einzelveranstaltungen. Interessant für Einrichtungen: KLAX kommt auf Wunsch auch ins eigene Team!

Informationen erhalten Sie beim:
Institut für KLAX-Pädagogik
Tel: +49-30-34745150
institut@klax-online.de
www.klax-gruppe.com

Bostelmann, Antje (Hrsg.: Praxisbuch Krippenarbeit. Leben und lernen mit Kindern unter 3. Mülheim: Verlag an der Ruhr. 2008. ISBN: 978-3-8346-0353-1

Thomas Maier; Ulrich Schnyder (Hrsg.). Psychotherapie mit Folter-und Kriegsopfern.

Dieses Handbuch gibt einen guten Einblick in die Besonderheiten der Therapie mit Folter- und Kriegsopfern.

Besonders die Kapitel zur Psychotherapie, zur Sprache bzw. Übersetzung sowie zur Transkulturalität sind von praktischer Bedeutung. Hier fand ich einige meiner (Karin Weyer) Überlegungen bestätigt (s.Artikel Berichte aus der Praxis).

Was Therapien anbelangt, so gibt es leider wenig gesicherte Erkenntnisse. Dies liegt einerseits an der Vielfalt der Betroffenen. Viele Diagnostikinstrumente liegen nicht in den Muttersprachen der Betroffenen vor. Die kulturellen Hintergründe sind äusserst vielfältig und die Erlebnisse/Traumatisierungen sind es auch. So ist schon allein die standardisierte Diagnostik schwierig. Ich nutze die Diagnoseinstrumente in der Praxis wegen der Sprachschwierigkeiten und der kulturellen Unterschiede deswegen auch mehr wie einen Leitfaden zum Gespräch, was auch schon sehr ergiebig ist aber eben nicht standardisiert und vergleichbar.

Trotz der genannten Schwierigkeiten kann Psychotherapie zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik beitragen. Wenn die Hilfe frühzeitig einsetzt können Chronfizierungen zum Teil vermieden werden. Die NET (Narrative Exposiour Therapie) und die Testemonie Therapie sind hierbei vielversprechende Ansätze. Die Narrative Exposiour Therapie wird in Krisengebieten genutzt, um den Menschen sofort eine Möglichkeit zu bieten, strukturiert über die Erlebnisse mehrfach zu berichten. In der Testemonie Therapie ist die Zeugenschaft, die die Therapeuten oder Gruppenteilnehmer übernehmen ein wesentlicher Aspekt. Beide Ansätze verfolgen auch das Ziel, die oft vorhandene Brüchigkeit in dem biographischen Gedächtnis dieser Menschen zu einem Ganzen zusammenzufügen.

Das durchaus lesenswerte Buch wird mit einem Kapitel über die Sekundärtraumatisierung bei HelferInnen abgeschlossen. Neben den externen Belastungen (schwere der Traumatisierungen, Asylverfahren…), werden auch persönliche Faktoren auf Seiten der Helfer (eigene Traumatisierungen, Stress …) sowie Team- und Institutionsbedingte Faktoren (Konflikte, Leitungsdefizite, mangelnde Konzeptionierung der Arbeit …) beleuchtet.

Leider fehlt ein geschlechtsspezifischer Blick. Vor allem die Folgen von Vergewaltigungen von Frauen und der Einsatz von Vergewaltigung als Waffe werden nicht explizit thematisiert. Bei diesen Formen von Gewalt kommt meist neben den Traumatisierungen eine Tabuisierung hinzu, die die betroffenen Frauen mit ihrem Leid isolieren.

Thomas Maier; Ulrich Schnyder (Hrsg.). Psychotherapie mit Folter-und Kriegsopfern. Ein praktisches Handbuch. Bern 2007

Thomas L. Friedman: The World is Flat & Don Tapscott; Antony D. Williams: Wikinomics

Im Rahmen meines (Karin Weyer) Interesses für die neuen Möglichkeiten des Internetes bin ich auf die beiden Vorträge von Friedman: „The World is Flat“ (wie das gleichnamige Buch), „The World is Flat 3.0“ sowie das Buch „Wikinomics“ von D. Tapscott und A. D. Williams gestossen.

Mich beschlich beim Lesen und Hören einerseits eine Faszination ob der neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit von vielen z.B im Rahmen von Wikis (vgl. Wikipedia und Genomprojekt) und der sich dadurch verändernden ökonomischen Realitäten (z.B. die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinaus und mit den Kunden zusammen).

Andererseits hatte ich auch zeitweise den Eindruck entsetzlich altmodisch zu sein. Ab und an schreibe ich Tagebuch – mit einem richtigen Stift in ein richtiges Heft und lesen lasse ich das auch niemanden. Das ist Lichtjahre von einem öffentichen Blog entfernt…

Letztens erreichte mich eine mail von einer Bekannten, die mich zu ihrem sozialen Netz bei Facebook od. ähnlich eingeladen hat. Vor Schreck habe ich die mail gleich gelöscht…

Und dann hatte ich doch die Befürchtung, den Anschluss an die Zukunft zu verlieren. Also machte ich mich auf die Suche nach der gelöschten mail und überlege ob ich nicht doch mal in Second Life reinschauen soll. Wobei ich mit meinem ersten Leben ja vollends ausgelastet und zufrieden bin.

Wenn Sie sich auf den neusten Stand bringen wollen oder zumindest soweit, dass sie – wie ich jetzt 😉 – bei Begriffen wie Wiki, Blog, Second Life… nicht mehr nur Bahnhof verstehen, dann rentiert sich ein Blick in dieses Buch oder diese Audio/Videodateien:

http://mitworld.mit.edu/video/266/ für The World is Flat
http://mitworld.mit.edu/video/519/ für The World is Flat 3.0

Don Tapscott; Antony D. Williams: Wikinomics: Die Revolution im Netz. München Hanser Verlag 2007. ISBN 978-3-446-41219-4

KaSu konsolidiert

Es erfüllt uns mit viel Freude und Zufriedenheit, unsere jeweiligen Tätigkeitsbereiche und Themenschwerpunkte zu vertiefen und zu erweitern.

In diesem Zusammenhang haben wir unsere Webseite neu strukturiert, um sie bei wachsender Komplexität benutzer/innenfreundlich zu halten.

Zum Beispiel haben wir alle Angebote und Informationen zu unserem Themenschwerpunkt „Frühe Kindheit“ unter einer Rubrik zusammengefasst.

Es gibt aber auch noch mehr Neues auf www.KaSu.lu . Stöbern lohnt sich!

Unsere Auftragslage ist steigend – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Kund/innen, die uns ihr Vertrauen schenken – und wir kommen an unsere Kapazitätsgrenzen. Deshalb wird uns unsere langjährige Freundin und Kollegin Frau Ina-Maria Wagner nun als freie Mitarbeiterin unterstützen. Sie möchte uns zunächst v.a. im Bereich Weiterbildung entlasten. Wir schätzen schon lange den fachlichen Austausch mit Ina-Maria Wagner und freuen uns, sie nun „mit im Boot“ zu haben.

Ina-Maria Wagner wird sich in der nächsten Newsletter selbst vorstellen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön auch an Magda Kowalczys, die uns im Büro unterstützt und bei Bedarf mit grossem Engagement und mit viel Liebe die Kinder von Klient/innen betreut. Unser Dank gilt auch ihrem Mann Christian Berrend, der uns im EDV-Bereich eine grosse und zuverlässige Hilfe ist und Sven Sauerwein, der unsere Webseite gestaltet und betreut und u.a. diese Newletter entwickelt hat.

Unser Leitsatz in der Kinderbetreuung „Qualität bedeutet Beziehung“ gilt auch für KaSu. Ohne Einbettung in ein nährendes und unterstützendes Beziehungsnetz wäre KaSu-Insitut nicht das, was es (geworden) ist.

Neues von unserem Engagement im Bereich Frühe Kindheit

Zu unserem Fachartikel „Qualität in der Kinderbetreuung bedeutet Beziehung“ haben wir viel positive und ermutigende Rückmeldungen bekommen.

Vom Familienministerium wurden wir angefragt, eine Kurzfassung des Fachartikels für ein pädagogisches Handbuch für die „Maisons Relais pour Enfants“ (außerschulische Kinderbetreuung) zu schreiben. Darüber haben wir uns gefreut.

Weiter sind neue Kooperationen entstanden: zur Eltereschoul (Elternschule) und zur Initiativ Liewensufank (Initiative Lebensanfang).
In der Eltereschoul ist ein erster Vortrag zum Thema Bindung als Basis für die kindliche Entwicklung vorgesehen (siehe Veranstaltungen).
In Zusammenarbeit mit der Initiativ Liewensufank ist eine zweiteilige Veranstaltung zum Thema Bindung und deren Relevanz für außerfamiliäre Säuglings- und Kleinkindbetreuung vorgesehen. Zudem hat uns die Initiativ Liewensufank angefragt, einen Artikel dazu für ihre Zeitschrift baby-info zu schreiben.

Um die Qualität der Kinderbetreuung zu verbessern, braucht es mehrere Akteure. Wir freuen uns deshalb, dass wir im Rahmen der Initiativ Liewensufank die Möglichkeit erhalten, Eltern über Qualitätskriterien von Kinderbetreuungseinrichtungen zu informieren. Oft sind Eltern mit Situationen und Strukturen konfrontiert, die ihnen ein ungutes Gefühl machen. So hat uns u.a. eine Mutter berichtet, dass sie bei der Eingewöhnung ihres acht Monate alten Kindes maximal 15 Minuten nach dem Bringen bei ihm bleiben darf. Andere Eltern berichten, dass sie am ersten Tag aufgefordert werden zu gehen, auch wenn ihr Kind verzweifelt weint. Auch wenn in einigen Einrichtungen durchaus eine Eingewöhnung von ein bis zwei Wochen vorgesehen ist, sieht diese in der Regel folgedermassen aus: Ohne Anwesenheit eines Elternteils wird die Zeit, die das Kind in der Einrichtung verbringt, sukzessive verlängert. Gut informierte Eltern können hier klarer Position beziehen und ihr Kind schützen.

Aber auch von Kinderbetreuungseinrichtungen, die wir supervisorisch begleiten, erhalten wir Unterstützung indem einige Mitarbeiter/innen bereit sind, neue Wege zu gehen. Eine Einrichtung hat erstmals ausgehend von einer Fallsupervision die Eingewöhnung eines Kindes nach dem Berliner Modell gestaltet.

Ein weiterer Kontakt ist zu PD Dr. Karl Heinz Brisch entstanden (siehe Buchtipps), was mich (Susanne Stroppel) besonders freut, da ich vor 15 Jahren auf der kinder- und jugendpsychiatrischen Abteilung, in der Karl-Heinz Brisch als Stationarzt tätig war, als Erzieherin gearbeitet habe. Als leitender Oberarzt der Kinderklinik und Poliklinik im Dr. Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilian-Universität in München forscht und praktiziert er heute dort zum Bereich frühe Kindheit.
Er hat zwei Modellprojekte entwickelt.

1. SAFE (Sichere Ausbildung für Eltern) – eine Weiterbildung für Eltern, die zum Ziel hat diese in der Entwicklung einer sicheren Bindungsbeziehung zu ihrem Säugling zu unterstützen (www.safe-programme.de)

2. B.A.S.E. (Baby-Beobachtung gegen Aggression und Angst zur Förderung von Feinfühligkeit und Empathie). Zielgruppe sind 3-6jährige Kindergartenkinder, die einmal pro Woche von einer Mutter und deren Säugling besucht werden und in diesem Rahmen lernen, sich in die Emotionen und Motivationen von Mutter und Kind einzufühlen (www.base-babywatching.de).

Wir finden beide Projekte hochspannend und sind derzeit auf der Suche nach Kooperationspartnern in Luxemburg und der Grossregion, um SAFE und B.A.S.E. auch hier anbieten zu können.

Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen in diesem Bereich und freuen uns, dass KaSu-Insitut eine Vernetzung mit Menschen erfährt, die sich im Bereich Frühe Kindheit engagieren.

Qualität in der Kinderbetreuung bedeutet Beziehung

Ein kleines Baby bringt die Bereitschaft, sich zu entwickeln, mit auf die Welt. Es muss nicht „gefördert“ werden. Was es allerdings braucht sind Erwachsene, die für sein körperliches und seelisches Wohlbefinden sorgen. Auf dieser Basis entwickelt sich das Baby aus sich heraus.

Auf der seelischen Ebene müssen sich Säuglinge und Kleinkinder in aller erster Linie geborgen und sicher fühlen, um sich gesund zu entwickeln. Geborgenheit und Sicherheit erlebt ein kleines Kind ausschliesslich in Beziehung zu einer vertrauten Person.

Aus Perspektive des Kindes bedeutet Geborgenheit und Sicherheit: „Ich fühle mich nicht allein gelassen. Eine vertraute Person ist jederzeit für mich da. Meine Bedürfnisse nach Körperkontakt, liebkost und gestreichelt werden, nach Blickkontakt und Ansprache, nach Essen, Schlafen und Bewegung werden ausreichend befriedigt.“

Wenn ein Kind diese Erfahrungen macht, bildet sich folgendes Grundgefühl: „Ich fühle mich aufgehoben. Die Welt ist ein sicherer Ort. Die Menschen sind mir wohlgesonnen. Wenn ich Hilfe und Schutz brauche, erhalte ich sie“.

Dieses Grundgefühl ist sowohl Voraussetzung für Lernen als auch für die Entwicklung von Vertrauen – in sich, in andere Menschen, in die Welt.

In dieser Weiterbildung wird die Gestaltung der Säuglings- und Kleinkindbetreuung in Bezug auf das Bedürfnis der Kinder nach Geborgenheit und Sicherheit reflektiert. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von entwicklungspsychologischen Grundlagen und ihre Anwendung auf die Praxis der Kinderbetreuung.

Herzlich willkommen sind alle pädagogischen Fachkräfte der Säuglings- und Kleinkindbetreuung (0-3 Jahre)!

Termine:
25.-26.04.2008 Entente des Foyer de Jour, Luxemburg; Referentin: Susanne Stroppel
Anmeldung:
Entente des Foyers de Jour asbl
Formation Continue
5, rue Genistre
L-1623 Luxembourg
Tel.: 00352-460808350

05.-06.05.2008 Club Aktiv, Trier; Referentin: Susanne Stroppel
Anmeldung:
Ulrike Baumann
Schützenstrasse 20
54295 Trier
Tel. +49-651-97859-149
E-Mail: baumann@clubaktiv.de
www.clubaktiv.de

Bei Fragen zum Inhalt können Sie sich gerne an uns wenden.

Bindung – Basis für die kindliche Entwicklung

Um sich gut zu entwickeln, braucht ein kleines Baby Eltern, die Sorge tragen für sein Bedürfnis nach Zuwendung, Nähe und Geborgenheit.

Geborgen fühlt sich ein Baby dann, wenn es erlebt: „Mama, Papa, Anna … nehmen wahr, wie es mir geht und was ich brauche“. Wenn es diese Erfahrung ausreichend macht, entwickelt es eine sichere Bindung zu seinen Bezugspersonen.
Wenn Sie Lust haben, mehr darüber zu erfahren, welche Bedeutung Bindung für die Entwicklung ihres Babys hat und was Sie tun können, um die Entwicklung einer sicheren Bindung zu unterstützen, dann sind Sie herzlich willkommen!

Ort des Vortrags:
Ecole des Parents Luxembourg-Ville
Institut St. Jean
110, avenue Gaston Diderich
L-1420 Luxembourg

Anmeldung an:
Elternschule J. Korczak
110, avenue Gaston Diderich
L-1420 Luxembourg
oder eMail an: eltereschoul-luxembourg@kannerschlass.lu

Babys brauchen einen „sicheren Hafen“

Neugierig, mutig und offen die Welt erkunden kann nur, wer einen „sicheren Hafen“ hat, der bei Bedarf aufgesucht werden kann.

Das ist auch bei Babys so. Um sich gut zu entwickeln, müssen sie ihre kleine Welt erkunden. Erkundungsreisen gehen immer einher mit Herausforderungen, die zu bewältigen sind. Und mit belastenden Gefühlen wie Angst und Unsicherheit.

Ein Baby kann Angst und Unsicherheit noch kaum alleine regulieren. Es braucht eine vertraute Person, bei der es Schutz, Trost und Unterstützung erhält – sowohl zuhause als auch in außerfamilialer Kinderbetreuung wie z.B. in einer Krippe.

Wenn Sie Lust haben, mehr darüber zu erfahren,

•welche Bedeutung Bindung für die Entwicklung ihres Babys hat
•was Sie tun können, um die Entwicklung einer sicheren Bindung von Anfang an zu unterstützen und
•auf was sie bei der Auswahl einer Kinderkrippe achten sollten

dann sind Sie herzlich willkommen!

Information zum Ort der Veranstaltung und Anmeldung bei:

Initiativ Liewensufank
20, rue de Contern
L-5955 Itzig
info@liewensufank.lu
Tel.: 360598