Wie ihr Baby mit Ihnen spricht

Wenn ein kleines Baby auf die Welt kommt, bringt es wichtige Fähigkeiten bereits mit. Unter anderem kann es seinen Eltern bereits „erzählen“, wie es ihm geht und was es braucht.
Dabei spricht es jedoch eine andere Sprache wie die, die uns geläufig ist. Babys „sprechen“ mit ihrem Körper. Ihre erste Sprache ist die Körpersprache.
Für Eltern ist es oft eine Herausforderung, diese so andere Sprache zu übersetzen und zu verstehen.
Verstehen und sich verstanden fühlen ist wichtig für die Qualität der Beziehung zwischen Eltern und Kind.
Ich möchte Sie deshalb einladen, einen Ausflug in die körpersprachliche Welt eines Babys zu machen. Einen Vormittag lang werden wir mit Hilfe von vielen Videobeispielen erleben, wie Babys mit ihren Eltern „sprechen“.

Information zum Ort der Veranstaltung und Anmeldung bei:

Initiativ Liewensufank
20, rue de Contern
L-5955 Itzig
info@liewensufank.lu
Tel.: 360598

Vortrag: Psychotherapie bei Depression

Tagung:
Depressioun – wéi gin ech domat em?
ee Bausteen an der Suizidpräventioun

Vormittags: Vorträge
Nachmittags: Workshops

Kontakt und Information:
Centre d`Information e de Prévention
21, b.d. Pierre Dupong
L-1430 Luxembourg
Tel. +352-455533
eMail: cipreven@pt.lu

Die Folien zum Vortrag sowie eine Videoaufzeichnung finden Sie in Kürze auf www.KaSu.lu .

Gelassener und mit mehr Freude Leitung sein

Leitung ist eine vielschichtige und damit auch anspruchsvolle Funktion.

•Als Leitung hat Frau/ Mann plötzlich Personalverantwortung, d.h. Mitarbeiterinnen einstellen, fördern und fordern und gegebenenfalls entlassen.
•Als Leitung muss Frau/ Mann plötzlich führen ohne dafür direkt ausgebildet zu sein, d.h. Zielvorgaben machen – Entscheidungen treffen – planen – anordnen – kontrollieren und motivieren.
•Als Leitung steht Frau/ Mann oft zwischen allen Stühlen: Der Träger, die MitarbeiterInnen, das Minsterium, die Kinder, die Eltern alle wollen etwas und alle wollen etwas anderes. Sie alle haben unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen, die an Leitung herangetragen werden. Das macht Druck.

Die angesprochenen Punkte können auf unterschiedliche Weise gelebt werden. Wichtig ist es, dass ich als Leitung unterschiedliche Führungsstille kenne und situationsangemessen einsetzen kann.

Weiter ist es wichtig ein eigenes Führungsleitbild zu haben. Dieses beinhaltet: zentrale eigene Werte sowie die der Einrichtung. In schwierigen Situationen dient dieses Leitbild als wertvolle Orientierung.

Wer auf verschiedene Führungsstile sowie auf ein Führungsleitbild zurückgreifen kann, kann gelassener und mit mehr Freude Leitung sein.

Ausgehend von Ihren Leitungserfahrungen werden wir anhand der Fragen, die Sie aus der Praxis mitbringen, die angesprochenen Themen bearbeiten.

Termine:
9.-10.04.2008 und 12.06.2008
Entente des Foyer de Jour, Luxemburg;
Referentin: Karin Weyer
Anmeldung:
Entente des Foyers de Jour asbl
Formation Continue
5, rue Genistre
L-1623 Luxembourg
Tel.: 00352-460808350

Der Clown nutzt den Winterschlaf

Eigendlich wollte ich (Karin Weyer) diesmal nur schreiben, dass der Clown sich zur Zeit im Winterschlaf befindet. Dann dachte ich, dass muss ich dann doch wohl etwas erklären, da Clowns ja eigendlich gar keinen Winterschlaf halten.

Was ist also über den Winter passiert? Ich habe die dunklere Zeit dafür genutzt die feineren Aspekte des Clowns auszubauen. Bis dahin habe ich mich zu meiner Freude und der meiner Zuschauer und Zuschauerinnen ausgetobt und die klassischen Rot-Clown oder August Aspekte ausgedrückt. Eine sehr schöne Sache. Doch jetzt im Winter habe ich mehr an den Aspekten des Weiss-Clowns gearbeitet. Dabei stand die Arbeit am Gefühlsausdruck im Vordergrund. Aber eben nicht mehr die lauten, polternden Aspekte, sondern die ruhigeren, tieferen(?) Aspekte.

Am 23.02.2008 habe ich zusammen mit meinem Clownpartner Christian Berrend dies bei einem Geburtstagsfest zur Aufführung gebracht. Wir haben ein kurzes Programm ausgehend von dem Geburtstagskind (welches 50 wurde) zusammengestellt und die Gefühlswelt mit ihren vielen Ausdrucksweisen im Leben dargestellt. Als zweiten Teil haben wir den Clown genutzt um die Unterschiedlichkeit der Gäste deutlich sichtbar zu machen.

Bei dieser Art von Arbeit ist es uns sehr wichtig, niemanden ausser uns selber vorzuführen. Sich über andere lustig machen ist einfach und billig und funktioniert auch meist. Aber als Clowns sind wir bereit das Lachen auf uns zu ziehen. Das ist, für mich jedenfalls, immer wieder eine Herausforderung.

Stella Braam: Ich habe Alzheimer

Stella Braam beschreibt in diesem Buch Gespräche mit ihrem Vater (René van Neer), der an Alzheimer erkrankt ist. Es handelt sich um eine engagierte Beschreibung, die immer wieder die Sicht des Erkrankten einnimmt. Das, was der Vater zusehens scheinbar nicht mehr versteht, sich nicht mehr erklären kann und „falsch“ interpretiert wirkt in dem Rahmen seiner Wahrnehmung- und Erklärungsmöglichkeiten klar, logisch und verständlich. Reaktionen machen Sinn. Warum z.B. sind die Türen zu, warum kommt René nicht raus? Wer hat seine Gelbörse „gestohlen“…? René wehrt sich tatkräftig gegen einen Einbrecher /einen Pfleger. Doch woher soll er wissen, wer dieser Wildfremde ist, der plötzlich in seinem Zimmer steht.

Das Buch hat mich beeindruckt, weil es ein gelungener Versuch ist die Krankheit zu beschreiben. Der Leser bekommt tatsächlich einen Eindruck davon, wie es sich anfühlt, wenn das Vergessen immer mehr Teile der Vergangenheit frisst. Es handelt sich aber auch um ein Plädoyer für eine andere Pflege. Eine Pflege, die versucht sich hineinzuversetzen und zu verstehen. Das was Alzheimer Patienten tun, macht Sinn. Die Angehörigen und Pflegenden müssen versuchen zu verstehen was der Sinn ist. Es ist aber auch eine Stellungnahme gegen das Ruhigstellen von Patienten mittels massiver Psychopharmakagabe oder Zwangsmassnahmen.

In meinen (Karin Weyer) Supervisionen von Pflegekräften geht es oft darum, sich besser einfühlen zu können. Zu versuchen zu verstehen, warum jene Dame agressiv mit Füssen tritt, wenn man doch nur versucht ihr die verdreckten Schuhe auszuziehen. Was würden Sie eigendlich tun, wenn jemand ihnen die Schuhe ausziehen will und sie nicht wissen, was los ist?

Das Buch von Steel Braam zeigt, dass Verstehen nötig und möglich ist. Somit eine empfehlenswerte Lektüre sowohl für Pflegekräften, die ihre Empathiefähigkeit schulen wollen, als auch Angehörigen, die verständnislos den Veränderungen gegenüberstehen.

Stelle Braam(2007) Ich habe Alzheimer.Wie die Krankheit sich anfühlt.Weinheim, Basel: Belz ISBN 978-3-407-85763-7

Karl Heinz Brisch: Bindungsstörungen

Für mich (Susanne Stroppel) war das Lesen dieses Buches mit dem Erleben von „Flow“ verbunden. Es hat meine ganze Aufmerksamkeit gefesselt, ich habe mich innerlich angeregt und lebendig gefühlt, voller Neugierde und Offenheit.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit erzähle ich einfach ein bischen von meinen persönlichen „Highlights“.

Im ersten Kapitel beschreibt Karl Heinz Brisch die Entwicklung der Bindungstheorie in einem historischen Rückblick. Spannend geschrieben, leicht verständlich, inclusive lebensgeschichtlichem Hintergrund von Bowlby. Selbst erst seit relativ kurzer Zeit mit aktuellen Erkenntnissen der Bindungsforschung beschäftigt, kannte ich von deren Geschichte nur einzelne Puzzleteile. Jetzt hat sich für mich eine Lücke geschlossen, ich habe ein vollständigeres Bild.

Im Weiteren erläutert der Autor die Relevanz bindungstheoretischer Erkenntnisse für die Gestaltung psychotherapeutischer Prozesse. Ausgangspunkt ist das Postulat, dass das Bindungssystem aktiviert ist, wenn sich ein Mensch hilfesuchend z.B. an eine Psychotherapeutin wendet. Somit sei die Kenntnis der verschiedenen Bindungsmuster und ihrer Entstehungsbedingungen für alle Heilberufe von grösster Bedeutung. Das Wissen um verschiedene Bindungsstörungen erleichtere es, Klient/innen besser zu verstehen und das therapeutische Vorgehen darauf auszurichten.

In vielen Fallbeispielen unterschiedlicher Bereiche der klinischen Praxis zeigt der Autor, wie dies aussehen kann. Die lebendigen, vielfältigen Fallbeispiel waren für mich der wertvollste Teil des Buches. Karl Heinz Brisch stellt bei jedem Fall bindungsdynamische Überlegungen an, an denen er dann die Interventionen orientiert.

Was ich für meine Arbeit mitnehme:

Für mich als psychodynamisch arbeitende Therapeutin ist es spannend, klassisch psychodynamische Betrachtungsweisen um bindungsdynamische Überlegungen zu berreichern. Ich kann mein bindungstheoretisches Wissen jetzt viel gezielter und differenzierter in meiner psychotherapeutischen Praxis nutzen.

In diesem Zusammenhang habe ich begonnen, das Adult Attachment Interview, das sich im Anhang des Buches befindet, diagnostisch zu nutzen, um die Bindungsrepräsentationen von Klient/innen zu erfassen. Dabei ist mir die detaillierte Beschreibung der Bindungsrepräsentationen in dem Buch eine grosse Hilfe.

Beeindruckt und ermutigt hat mich die Bereitschaft des Autors, klassisch psychodynamische Wege und schulenübergreifende Konventionen auch mal zu verlassen, wenn dies die individuelle Bedürfnislage und Lebenssituation eine/r Klient/in erfordert.

Gefallen hat mir auch, dass an mehreren Stellen deutlich wird, dass „Bindung“ für Karl-Heinz Brisch nicht nur theoretisches Wissen, sondern bewusst gelebte Erfahrung ist. So schreibt er zu Beginn, wie hilfreich und notwendig es für die Arbeit war, „Bindungen über Fachgrenzen hinweg herzustellen und aufrechtzuerhalten. Am Schluss „Eine gute, bindungsorientierte therapeutische Arbeit ist nur möglich, wenn der Therapeut selbst in ein Netz von Beziehungen eingebunden ist, die für sein Leben und seine emotionale Bindung die sichere Basis darstellen“.

Auch in KaSu-Institut ist es uns ein zentraler Wert, in vielfältiger Weise bindungsorientiert zu leben und zu arbeiten und wir können aus unserer Erfahrung nur bestätigen, was der Autor diesbezüglich formuliert.

Brisch, Karl Heinz: Bindungsstörungen. Von der Bindungstheorie zur Therapie. 2006 (7. Auflage). Stuttgart: Klett-Cotta. ISBN: 3-608-94184-3

Angelika von der Beek: Bildungsräume für Kinder von Null bis Drei

„Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit.
Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.“

Dieses Zitat von Perikles stellt Angelika von der Beek an den Anfang.

Spätestens beim Betrachten der Photos des reich bebilderten Buches wird klar, was Freiheit und Mut mit Raumgestaltung zu tun hat.

Die Gestaltung von Bildungsräumen für die Kleinen basiert bei von der Beek auf Freiheit im Denken. Sie erlaubt es sich, die Grenzen üblicher Raumgestaltungskonzepte überschreiten. Warum nur die Bodenfläche nutzen? Die Gestaltung mehrerer Raumebenen schafft Platz für die Kleinen und kommt deren Bewegungsbedürfnis entgegen. Kleine Kinder lieben Stufen, Treppen, flache Podeste, Sprossenleitern und schräge Ebenen. Hier haben sie die Freiheit, sich in ihrer „Körperlichkeit“ auszuprobieren.

Und von der Beek hat den Mut, auch ungewöhnliche Ideen umzusetzen. Zum Beispiel die Verwendung von Hundekörbchen als Schlafplätze. Sie vermitteln Babys und Kleinkindern ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit, sind nicht an einen bestimmten Ort im Raum gebunden, geben den Kindern die Freiheit selbst rein- und rauszukrabbeln und können tagsüber zum Spielen genutzt werden.

Alle Ideen sind in der Praxis entstanden und haben sich dort bewährt.

Ich (Susanne Stroppel) habe nur zwei Ideen genannt, das Buch ist reich davon.

Was Angelika von der Beek darüber hinaus vermittelt: welch ein Gewinn Krippenbetreuung für Babys und Kleinkinder sein kann, wenn sie auf einer hohen Qualität beruht. Dazu gehört mehr als die Raumgestaltung. Auch das macht sie durchgehend deutlich.

Angelika von der Beek (2007): Bildungsräume für Kinder von Null bis Drei. Berlin: verlag das netz. ISBN: 978-3937785-387

Edith Ostermeyer: Unter drei – mit dabei

Für die Autorin ist eine frühe Fremdbetreuung von Klein(st)kindern nicht per se etwas Schlechtes oder Gutes. Vielmehr hänge dies immer von der Qualität der Einrichtungen und der Fachkräfte ab, die diese Betreuung leisten. Für die Erreichung und Sicherung dieser Qualität tritt sie ein.

Säuglinge und Kleinkinder brauchen nicht nur besondere Hinwendung und Aufmerksamkeit. Sie brauchen ein komplett anderes pädagogisches Angebot als über Dreijährige.

Edith Ostermeyer spannt den Bogen von den spezifischen persönlichen Kompetenzen der Erzieher/innen (Bereitschaft zu körperlicher Nähe und zu innerer Präsenz) über die Gestaltung der Eingewöhnungsphase bis zu Anforderungen an die Rahmenbedingungen (Raumgestaltung, pädagogisches Material, Betreuungsschlüssel, Gruppengrösse).

Ein lesenswertes Buch mit vielen Anregungen für die Praxis.

Ostermayer, Edith (2007): Unter drei – mit dabei. Wege zu einem qualifizierten Betreuungsangebot in der Kita. München: Don Bosco. ISBN: 978-3-7698-1644-0

Doris Böffgen: Kinder können Konflikte klären

„Nicht der Konflikt ist das Problem, sondern die Art und Weise wie wir damit umgehen.“

Mediation ist eine professionelle Begleitung und Unterstützung von Konfliktparteien.
Die MediatorIn greift inhaltlich nicht in die Auseinandersetzung und Lösungssuche ein.
Somit bleiben Selbstbestimmung, Fairness und Eigenverantwortung der Konfliktparteien – im Unterschied zu Konflikten, die vor Gericht entschieden werden – im hohen Maß erhalten.
Die Methode der Mediation kann bei jeder Art von Konflikten eingesetzt werden.

„Der, der den Konflikt hat, besitzt auch die Lösung.“

Kinder können Konflikte klären:

Mit der Förderung eines gewaltfreien und fairen Umganges miteinander kann man nicht früh genug anfangen. Denn auch unter Kindern gibt es bereits Streit und Machtkämpfe.
Das heißt: Kinder brauchen eine auf ihre Altersstufe zugeschnittene Handlungskompetenz, mit Konflikten umzugehen.
Die Methode der Mediation bietet ihnen eine Chance, in Streitfällen eigenverantwortlich und demokratisch einvernehmliche Lösungen zu finden.
Je früher man mit der Einführung solcher Methoden und Techniken beginnt, umso selbstverständlicher werden sie. Kinder besitzen bereits die Fähigkeit, selber Konflikte zu lösen: man muss ihnen nur den Weg zeigen!

Ich bin als Trainerin schon viele Jahre in der Erwachsenenbildung tätig.

Neben der Methode der Mediation liegen mir Themen wie Kommunikation, Konfliktmanagement und Konzeptentwicklung in pädagogischen und sozialen Feldern besonders am Herzen.

Doris Böffgen
Diplom-Pädagogin, Mediatorin, NLP-Practitioner
Fritz-Quant-Str. 42
54294 Trier
Tel: + 49-¬651 – 32123
Mobil: + 49-170 – 8936973
doris.boeffgen@boeffgen.com
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